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6 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : viertes Heftlein
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mung aufsahen: so benahm er sich durch eine malerischeBehandlung der einzelnen Umstande cincö gedeuklichenZweikampfs zuletzt so sehr aller Zweifel über einen schonvorgegangnen, daß er mit der festen Meinung unter demStadtthor ankam, der Ncgierrath liege entweder in Kettenoder auf der Bahre.Gott sei Dank, daß ich dich ohneWunden sehe, und ohne Ketten," entfuhr ihm beim Ein-tritte; und er hätte beinahe seinen ganzen Geschästgangverdorben, oder doch umgekehrt. Flamin bezog es auf daserste Duell: Eymann konnte desto leichter der Prozeßordnungund Aderlaßtafcl seiner Maßregeln Nachkommen, und sich sozu sagen mit dem Duelle duelliren. Der schweigende Sohnsetzt' ihm nichts entgegen als Weißbier. Unter der An-schaffung hatte der Pfarrer an allen Stöcken den Knopfgezogen, um zu sehen, ob cS keine Stockdegen wären. EinPistolenfcuerzeug blieb ihm von weitem verdächtig. Einenahe Doppelflinte an der Wand entzog ihm mit dem aufihn gerichteten Schafte viel von seinem Muth. Flaminentschuldigte seine Sprachlosigkeit mit der juristischen Ueber-füllung und Ueberfracht seines Kopfs, und zeigte auf denStoß Kriminalaktcn vor ihm. Als er ihm einen ErzählauS-zug daraus geben mußte und als natürlich die Schlachtwör-ter: Kerker, Blutschuld, Richtschwert, wie ein zischender Ku-gelregen um Eymanns Ohren schweiften: so streckte sich dieAngst, die er durch die schnellere Douche des Weißbiersreizte, so gewaltig in ihm auö, daß die Doppelflinte in dieKammer gehangen werden mußte:ich habe, sagt' er, nichtsdavon, wenn sie losbrennt und zerspringt, und mir dasFlintenschuß ins Gesicht sprengt, oder wenn der Schaftmich gar umbringt!" Jetzt sing er gerührt und trunken