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6 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : viertes Heftlein
Entstehung
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Epmann keuchte zerretees ist möglich, sagt' er, daßsie setzt schon einander zu Leibe gehen"; endlich ließ er dieArme kraftlos zurückfallen und setzte sich ruhig und aufrechtfest, und wartete schweigend auf Anfeuern und Anfragen.Da nichts kam: sagt' er ergrimmt:welcher Satan nun inmeinem Hause mir den Stiefel so hat einlaufen lassen(in einen ledernen Zopf, durch ein Nadelöhr wollt' ich denFuß treiben, aber darein nicht), der hat den Mord meinesKindes auf seiner Seele. Ist denn kein Unglückkind da,das mir nur die Ferse mit ein wenig Schmierseife polirt?" Unter dem Einfahren sah er Appeln noch eifrig an sei-nem Halbhemd platten:Genug, Appel, recht gut! sagt'er ich knöpfe mich wahrlich nicht aus." Sie glittauf der Platte, dem Schrittschuh ihrer Hand, leicht dahin.Tochter, das Hemd wünscht dein Vater. Das Leben dei-nes eignen Bruders wird von dir hazardirt es ist soviel, als gibst du ihm noch einen Gnadenstoß." Sie fuhraus ihrem Handschlitten nur noch einmal behend über dasGanze und reichte ihm's dann gern.

Unterweges entwarf sich der Kaplan einen haltbarenGeschäftgang bei der Sache. Er wollt' ihm erstlich nichtsvon der Verlobung eröffnen dann wollt' er ihm nurden Bußtert über den Maienthaler Zweikampf lesen dannihm die Urphede oder den Eid, zu ruhen, abgewinnenund erst zuletzt mit dem Bericht Hervorbrechen. Unter demUeberdenken des Geschäftganges und der Gefahr lief er sichin eine immer heißere Angst hinein. So wie er sich undeinen Pazienten, der ein leichtes Ohrenbransen hatte, ein-mal durch langes Folgern so weit Hinaustrieb, daß sie beidein der nächsten Minute auf Schlagfluß und halbseitige Läh-