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2 (1845)
Entstehung
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ganzen Wortschwall kein wahres Wort.Der Geist unseres Zeit-alters," heißt; wer ist aber dieser vornehme Herr,der sich mitden religiösen auS der Vorwelt ans uns übergcgangenen Institutennicht mehr vertragen will?" Leider ist seit den achtziger Jahrenim kirchlichen Leben ein Kakodämon entstanden und noch immer mußerst der bessere Genius im Lichte des wicderkehrenden Glaubens er-wachen; aber doch war das Reich dieses Feindes nicht so allge-mein, daß man ihm allenthalben zu huldigen gezwungen war. Waswird, so fragen wir weiter, hier unter dem AusdruckeVorwclt"

^ verstanden? Etwa daS antidiluvianischc Zeitalter? Nein, höchstens

! eine Periode vom dritten christlichen Jahrhundert an gerechnet.

Aber daS Christcnthnm selbst ist doch wohl auch ein religiöses In-stitut und obendrein noch über dreihundert Jahre älter als das In-stitut der Klöster, folgerecht müßte nun auch dieses für unsere Zeitnichts mehr taugen. O! gewiß ist eine solche Behauptung Vielenaus dem Herzen genommen, die sich nur nicht getrauen, sic lautwerden zu lassen. Doch die Losung ist gegeben, nicht nur mit den

, Klöstern allein, weg mit dem Christcnthnm selbst. Und welches sind

denn die oben erwähnten Ereignisse der Zeit? Die französische Re-volution etwa? Wahr ist eS, diese und der französische Krieg habenDeutschland mit manchem Nebel angesteckt; aber so weit wollen wircs zur Ehre unserer Nation doch nicht treiben, daß wir behaupten,Deutschland habe der ans Frankreich verjagten Göttin der Ver-nunft seine Thore geöffnet, und doch kommt es, wenn wir obigeBehauptung genau erwägen, beinahe so heraus.

Ist auch unsere Zeit lauer geworden, daß sieeine den stren-gem Begriffen und willfährigen Aufopferungen nicht mehr so günstigeWendung genommen hat," so muß sich unsere Zeit zuerst anklagen,che sie den Stein ans die Klöster werfen will, weil diese in Verfallgekommen sind. Aber wie cs höchst traurig wäre, wenn wir an-uehmen müßten, daß unsere Zeit von ihrem moralischen und reli-giösen Falle nicht mehr erstehen konnte, glücklicher Weise aber aneine solche Annahme nicht zu denken ist, so kann auch, wie es übri-gens schon von Zeit zu Zeit geschah, selbst der gesnnkenste Ordenwieder gehoben und zu seiner ursprünglichen Würde zurückgebrachtwerden. Die Anschuldigungen also, welche man gegen die geistlichen