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2 (1845)
Entstehung
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die Kirche Körper schäften hervorruft und beschützt, so erwirkt dieIrrlehre die Zersplitterungen und ermuthigt für sie. Jene, die Kirchenämlich, in deren Schoos ein Organisationskeim wohnt, schafftund erhalt unaufhörlich das wechselseitige Verhältnis) ihrer Gliederunter einander; sie zieht dieselben stets gleichsam in ihre Schutz-bündnisse hinein, ladet sie zu einem wechselseitigen beständigen Aus-tausch von Gebeten und Wohlthaten ein. Die Andere dagegen, dieIrrlehre nämlich, bricht mit Gewalt daS Band dieser Verbindung,stellt den Einzelnen abgesondert hin, überläßt ihn seiner Nnmachtund seinen Leidenschaften, entnervt die Thätigkcit seiner eigenenKräfte, vertrocknet die Quellen der Liebe, führt statt der Liebe einePhilanthropie ein, deren Prahlerei ebenso lächerlich als leer anTugenden ist.

Die geistlichen Orden vertrugen sich also schon ihrem Principenach nicht mit jener socialen Umwälzung des löten Jahrhunderts,die man gewöhnlich Reformation nennt.

Sehen wir indessen, durch welche Vorwände die Reformatorendie Plünderung und Unterdrückung der Klöster beschönigen wollten.Denn die Irrlehre ist sich dcS Bösen bewußt, das sie anrichtet,und fühlt deßwegen stets das Bedürfnis), den Anschein zu retten,und die Leidenschaft ist bald bereit, einen Vorwand zu finden.

Die Erricht»»» -cr Kiosttrordr» ig nicht, wir man bchnnplcic, ci»c Foi»c derKcrcch»»n»c» dcs Ehrgcgcs.

Im Verlaufe einer Geschichte der Mönchsorden bietet sich oftGelegenheit dar, einzeln die Vorwürfe zu widerlegen, welche dieGegner des kirchlichen Lebens dem Mönchstande machen. Hiernun scheint uns der rechte Ort zu seyn, alle diese Hauptvorwürfe zusammeln, um sie mit einem Schlage zu vernichten. Der erste, dersich unserm Auge darbietet, ist jene unaufhörliche Verläumdung,die Gründer der Mönchsorden hätten zu ihrem Vorthcile eine ArtUnabhängigkeit von der bürgerlichen Gesellschaft beabsichtigt, und diePäpste hätten ihre Versuche nur bestätiget, um eine Miliz zu haben,welche stets bereit wäre, das Interesse des römischen Stuhles zum Nach-theile der Diöeesanbischöfe und der weltlichen Fürsten zu befördern.

Auf diesen Einwurf antworten Thatsachen. Beinahe alleOrdenöstiftcr hatten gar die Absicht nicht, einen Mönchsorden und

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