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2 (1845)
Entstehung
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Bereinigung einladcn, ans daß der Heiland stets an ihrer Seitewäre. Eine solche Vereinigung sind aber nun auch die Kloster-vereine, welche in der allgemeinen Gesellschaft der Kirche besondereGesellschaften bilden, und die, wie man leicht einsicht, ebenso vielelebendige Anwendungen des Satzes sind, daß die Stärke in derVereinigung bestehe.

Allein cs gibt keine Gesellschaft ohne Haupt. Die Gcsammthcitwie der Einzelne konnte nicht ohne einen Einhcitspunkt bestehen,von dem die Bewegung und das Leben ansgeht, nicht ohne einbewegendes Element, daS ihm die Thätigkeit cinprägt, nicht ohneein ordnendes, das ihn hindert, vom rechten Wege abzuweichen,nicht ohne ein vermittelndes, durch das der Wille eines jeden Ein-zelnen sich mit dem allgemeinen zu vereinigen strebt. Der Papststeht der Kirche, der Bischof der Diöcese, der General dem Mönchs-orden vor.

Der Einzelne hat sein bewegendes Prineip in sich selbst, nämlichden Verstand, der jedoch in hohem Grade dem Jrrthumc ansgesctztist; bei der Gesammtheit dagegen liegt das bewegende Elementaußerhalb deS Einzelnen: es ist dies das Prineip der Auktorität,welches in der Kirche unfehlbar ist.

Zwischen diesem Prineip der Auktorität und dem Verstände deöEinzelnen besteht aber seit dem Falle des Menschen ein beständigerKampf. Der Stolz nämlich wollte stets den Glauben einer freie»Prüfung unterwerfen, stellte stets den einzelnen Gläubigen demPapste entgegen, und daher kommen alle Häresien.

Allein das Prineip der Aukcorität längncn wollen, das doch injeder Gesellschaft der Schlußstein des Gewölbes ist, das hießegerade die Gesellschaft läugnen oder vernichten. Ohne Papst keineKirche; ohne Kirche kein Episkopat, keine Priester, keine Mönchs-orden mehr.

Sobald Luther in Deutschland, Calvin in Genf, Heinrich VIII.in England Häretiker wurden, war cs auch überall, wo ihre Häresieoder ihre Kirchentrennung die Oberhand gewann, um die Klöstergeschehen. Denn, noch einmal, wie der Geist der Kirche ein socialerGeist ist, so ist der Geist der Irrlehre ein Geist der Spaltung:trennen, nur zu herrschen, das ist der Zweck der Entzweiung. Wie