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1 (1854)
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, Zehnter Gesang.

75.

Was Asien kennt von seinem Streiten, Ringen,

Ist Vorspiel, das wie Kindes Lallen klingt.

Klar seh' ich's, wen'ge Jahre wcrdcn's bringen.

Das; er den freveln Herrscher mächtig zwingt.

Weit breitet dann sein Aar die Silberschwingen,

In dessen Schul; Rom und die Kirche sinkt,

Gelingt's ihm, sie dem Unthier zu entwinden.

Auch wird er seiner würd'ge Söhne finden.

76.

Für Kindcskinder, künftige GeschlechterWird er ein hoch und edel Beispiel sein,

Daß gen Cäsaren und gen Gottverächtcr,

Sie ihren Arm dem Schutz der Kirche wcibn.

Da sinkt vom Roß manch' übcriuütb'ger Fechter,

Die Unschuld siegt, der Schuld wird Straf und PeinDies ist ihr Amt. Voll königlicher WonneErhebt sich Este's Adler so zur Sonne.

77. '

Und schaut er dann des Lichts, der Wahrheit Wesen,So geb' er Pctcr'n seinen Donnerkeil;

Zum Sieg und zum Triumph ist er erlesen.

Wo man für Christum ficht und ew'gcs Heil;

Denn durch Geburt ist er bestimmt gewesen.

Durch göttliches Gesetz ward ihm dies Theil.

Mag's euch gefallen, zu dem hohen Werke,Hcrbeizurufen dieses Helden Stärke.

So weiß der weise Peter zu verscheuchenDie Furcht, die um Ninaldo's Heil erwacht.

Nur Gottfried sieht gedankenvoll man schweigen.Da lauten Beifall Jeder dargebracht;

Bis schwarze Schleier auf die Erde steigen.

Die dunkeln Hüllen einer tiefen Nacht.

Hin gehn sie, wo sie Ruh und Schlummer trafen;In ihm allein will nicht die Sorge schlafen.