Zehnter Gesang. -
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Erlöste uns aus der Qual voll Schmach und BängnißEin Bäte, van Damaskus Herrn gesandt.
Uns als Geschenk in Banden, sonder Waffen,
Mit hundert Kriegern nach dem Nil zu schaffen.
71.
Sv zichn wir fvrt. Und, wie stets Alles fügendDer Himmel wacht in seiner Herrlichkeit,
Trifft uns Ninald, der, unablässig kriegend.
Durch kühn're Thaten stets den Ruhm erneut.
Die Wächter fällt er an, und, sie besiegend.
Beendet er, wie er's gewohnt, den Streit.
Er tvdtet sie, und wußt' uns so zu^schaffen.
Die erst die unfern waren, ihre Waffen.
72.
Ich sah ihn, diese sahen ihn; er drückteDie Rechte uns; auch hörten wir sein Wort;
Und Las Gerücht, das in die Wclr man schickte.
Ist eine Lüge, denn er lebte dort.
Erst vor drei Tagen zog der SiegbcglückteNach Antiochien sicher von uns fvrtMit einem Pilger, und vorher zurückeLieß er die schlechten, blut'gen Waffenstücke.
7g.
So spricht er noch, da hebt der ErcmitcEntzückt zum Himmel Augen und Gesicht,
Sein Antlitz wandelt sich, das hocherglübte.
Es strahlt und leuchtet in ehrwürd gen, Licht.
Voll seines Gottes, schwebt er im GemütheHinauf, wo ihn der Engel Chor umflicht;
Der Zukunft Schleier fällt; in ewgen WeitenErblickt er da die Jahrcsreihn und Zeiten.
7«.
Und als er nun die mächt'ge Stimm' entsendet.
Und ernst verkündet, was er jetzt geschaut.
Da alles Volk gespannt sich zu ihm wendet.
Und horcht auf seiner Stimme Donnerlaut.
Rinaldo, spricht er, lebt, ihr seid geblendetDurch list'gen Trug, von Weiberhand gebraut.
Er lebt, und es bewahrt sein juisges LebenDer Himmel noch zu glorreich reis'rem Streben.
Tasso, befr. Jcrus. 18