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kam aber jenes in Verfall, so konnten anch die Klöster leider diesemSchicksale oft nicht entgehen, bildeten aber stets noch ehrwürdigeUebcrreste der alten Frömmigkeit, und suchten dieselbe wieder zubeleben. O! möchten die Klöster auch in unserer Zeit nicht bloßNebcrreste dieser Frömmigkeit bilden, sondern auch das kirchlicheLeben wieder zu neuer Blüthe erheben! Die Klöster also könnenals Aeußcrungen und Beförderungsmittel des wahrhaft kirchlichenLebens nur erst mit diesem selbst vertilgt werden, ihr Schicksal istauch an dieses fest und unzertrennlich geknüpft.
Mögen darum auch in den künftigen Tagen wie heute dieMönchsorden ihre verschiedenen Zwecke verfolgen, die da sind: Be-kehrung der Sünder, Bezähmung der Leidenschaften, Abtödtung derbösen Gelüste, beständige Lobpreisung und Anbetung Gottes, würdigeFeier der Geheimnisse unserer Religion, Gewinnung der Heiden undUngläubigen für das Christcnthum, Erziehung und Unterricht derJugend, Pflege der Kranken, Unterstützung der Unglücklichen, Be-lehrung der Unwissenden u. s. w. Aber alle diese verschiedenenZwecke laufen in dem Einen Ziele zusammen, daS Reich Gottesaus Erden immer mehr zu bebauen und auszubrciten, und derchristlichen Religion den Triumph, den ihr der göttliche Stifter ver-heißen hat, zu verschaffen. Diese jetzt noch von Vielen so verachtete,verfolgte und verschmähte Religion des Kreuzes wird gewiß dereinsttrinmphircn und herrschen. Die ganze Welt wird sich zu ihr beken-nen, ihr Sieg aber wird theilweise gerade daö Werk dieser religiösenAnstalten seyn, welche die Unglücklichen trösten, Missionen missenden,um auch die Heiden in die christliche Kirche cinznführen, die wer-denden Generationen unterrichten und erziehen, und allenthalbenSegen und Wohlthatcn verbreiten. Nur Unverstand kann sicverfolgen, nurThorheit sic versp otte n, nur Verkehrt-heit sie hassen!