Druckschrift 
2 (1845)
Entstehung
Seite
395
Einzelbild herunterladen
 

395

Dreiunddreisiigfles Kapitel.

Schwester» der Vorsehung, auch Schwestern des heiligen Andreas genannt.

(1820.)

Diese Congregation ist wohl zu unterscheiden von denen gleichenNamens in den Diöcescn St. Div und Naney. Jndeß hat sie mitjenen einen gleichen Zweck und verschafft den Landpfarreicn treff-liche Lehrerinen; zudem lassen diese Schwestern auch den armenKranken alle Hilfeleistung der christlichen Liebe in reichlichem Maßezu Theil werden.

Ihre Stiftung aber verdanken sie besonders dem Eifer und derFrömmigkeit des Abbö Gapp, eines Priesters aus der DiöeeseMetz. Im Jahre 1820 fand der eifrige Stifter theils durch eigeneOpfer von seinem Vermögen, theils durch Almosen von Geistlichenund Gläubigen der Diöeese Mittel, diesen Schwestern ihr jetzigesHaus zu Forbach im deutschen Thcile des Departements der Mosel zuerrichten. Später wurde dieses Haus der Hauptsitz der Congregation,als diese am 28. Mai 1826 vom Staate die Bestätigung erhielt.Nunmehr halten diese Schwestern in mehr als in 60 Gemeindendes Departements der Mosel und auch in sehr vielen fremden Ort-schaften Mädchenschulen.

Im Jahre 1827 nahm ein Verein von Schwestern, die zuFontoy, in dem französischen Theile der Diöeese, lebten, ihreStatuten an und verpflichtete sich zu deren Ausübung, und ihreGenossenschaft wurde als ein abhängiger Zweig der Congregationvon Forbach bestätigt. Diese letztem Schwestern nun halten besondersin einigen französischen Gemeinden des Departements Schulen.

Beide Theile erkennen den Diöccsanbischof als ihren erstenObern an. Ihre Tracht ist wie die der Klosterfrauen und dabeisehr einfach; ihr Schleier bedeckt kaum die Stirn; als unterscheidendesMerkmal tragen sie ein hölzernes Kreuz, woran ein silberner Christushängt. Beim Eintritt in die Anstalt verpflichten sie sich durch dieeinfachen Gelübde der Keuschheit, der Armuth und des Gehorsamsgegen die Gcneralsuperiorin und erneuern dieselben jährlich. DieGeneralsuperiorin wird alle fünf Jahre durch Stimmenmehrheit dervier Comitöschwestern und der zehn vom Bischöfe auserlesenen älterenSchwestern erwählt. __