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2 (1845)
Entstehung
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388
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Ichtundzwaiizigfles Kapitel.

Ursulinerinen von ChavagneS.

(1805.)

Die Provinz Vcndoe, von der auS sich bereits die Töchterder Weisheit in den westlichen und südlichen Gegenden Frankreichsverbreitet hatten, rief auch noch eine andere Genossenschaft in'sLeben, die den Kindern treffliche Lehrcrincn und den Kranken bestän-dige Wärtcrinen verschafft. Auch ihre Stiftung zeigt, mit welch'einer feurigen Liebe gottbegeistcrte Seelen sich guten Werken widmen.Der gute Fortgang dieser Genossenschaft aber bewies, wie leicht diechristliche Liebe auch Werkzeuge auf dem Lande findet, das die Nähegroßer Städte noch nicht verdorben hat, mitten in einer Bevölkerung,wo Religion und Gottesfurcht noch herrscht.

Die Ursulinerinen von Jesus oder von ChavagneS(letzteren Namen haben sie von dem Dorfe gleichen NamcnS in derDiöccse Luyon, wo sie errichtet wurden) verdanken ihre Gründungdem Eifer des tugendhaften Gcneralvicars Bcaudoin. Dieserwackere Mann hatte den Entschluß zu ihrer Stiftung gefaßt, undwurde, als es sich um dessen Ausführung handelte, von dem from-men Fräulein Brüchard, aus einer achtbaren Familie deSAdvokatenstandcs, kräftig unterstützt. Diese Stifterin war auch dieerste Gencralsupcriorin der Ursulinerinen von ChavagneS, welcheim Jahre 1805 mit drei Personen begann. Allein dieser kleineAnfang hatte bald einen so gedeihlichen Fortgang, daß diese Kon-gregation jetzt in der Vendüe, in Poitou, in Saintongc und in derUmgegend 26 Häuser und über 300 Schwestern zählt. Das Haupt-haus mit dem Noviziat und dem Sitze der Gencralsupcriorin befindetsich zu ChavagneS; man hält Kostgängerincn und crthcilt inStädten und auf dem Lande unentgcldlichen Unterricht, während inmanchen dieser Anstalten einzelne Schwestern auch in der Arzncikundesich ausbilden und dann die armen Kranken in ihren Wohnungenaufsuchen, verpflegen und mit Arzneien versorgen.