in dasselbe. Im Jahre 1600 verriet!) der Eine ihrer Brüder, Vicomtede Gand, ihr Geheimniß; sie aber setzte dessen unbeachtet dieselbeLebensweise fort, gründete sofort ein Hospital zu Beaufort, und ver-größerte daS zu Bcaugö. In letzterer Stadt starb sic auch im Jahre1670, nachdem sie der Welt ein so glänzendes Beispiel von Selbst-verläugnung gegeben hatte. Die Eongrcgation der Hospitalitcrine»aber, deren Verrichtungen sie erfüllt hatte, ohne daö OrdcnSgcwanbzu nehmen, gründete Niederlassungen zu Laval, MoulinS, Nnneö,Avignon, ja zu Montröal in Canada. Diese Töchter aber nähme»in der Folge Klausur und Ordcnsgelübde an.
Sielienzehntes Sapitcl.
Schwestern der heiligen Agnes.
(1045.)
Unter dem Namen Schwestern der heiligen AgneSwurde zu Arras durch die liebevolle Sorgfalt der Johanna Bisko(-H 1664), deren Vater ein reicher Kaufmann zu Artois gewesen war,eine Genossenschaft von Töchtern zur Aufnahme und Erziehung ver-waister Mädchen gestiftet. Im Jahre 1045 erhielt die Gemeinschaftdie königliche Genehmigung und um diese Zeit trat die Gründen»selbst in die Genossenschaft ein. Die Aufzählung der guten Werke,welche dicgottseligeJohannaBisko ausübte, wäre eine schwere Aufgabe;ihr Leben war ganz der Krankenpflege, der Unterbringung ver-waister Mädchen und der Unterstützung zerrütteter Familien gewidmet.Nicht einmal die Schrecken des Krieges konnten sic an der Aus-übung guter Werke hindern; ihre Liebe kaue den verwundeten Sol-daten zu Hilfe, und so miethete sic zwei große Häuser zu derenAufnahme. Ja diese so wcrkthätige Liebe sollte sich selbst bisüber daö Meer erstrecken. Johanna Disko wäre nach Canada ge-reist, wäre sie nicht durch den Rath erleuchteter Personen davonabgchalten worden. Eine Niederlassung, welche sie zu Douai hattegründen wollen, wurde nach ihrem Tode wirklich errichtet.