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2 (1845)
Entstehung
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Krcuzcö rcin und mackcllos die Schrcckcnszeitcn der Revolution durch-lebt. Eine Zeit laug zerstreuten sie sich in ihre Familien, versam-melten sich aber bald wieder in ihrer Congrcgationswohnung zugemeinschaftlichem Leben, erfüllten in kluger Stille alle Pflichtenihres Berufes im Innern ihres Hauses, unterrichteten junge Mäd-chen und hielten Freischnlen für ihre Pfarrei.

Nach fünfundzwanzigjähriger Prüfung empfiengen sie den Lohnder Beharrlichkeit und Treue. Gott wollte, daß sie alle Plane ihrerheiligen Lüfter realisircn sollten , und scheint sie daher auserkoren zuhaben, den Glauben auf dem Lande wiederum zu verbreiten und soan den Arbeiten der französischen Missionäre Theil zu nehmen. Eineim Unterrichte der Armen eifrige Person ging nämlich mit demPlane um, tüchtige Lehrvcreine für die kleinen Städte und für dieDörfer heranzubilden, hörte von den Töchtern des heiligen Kreuzessprechen, theilte ihnen ihren Plan mit, und hatte die Freude, daßdiese Schwestern, mit dem Geiste des heiligen Vinecnz von Paulerfüllt, ihn mit der ganzen Glut ihrer Liebe billigten. Am 0. Okt.1816 nahmen sie ihre frühere Tracht wieder an, die sie bis jetztwegen ihrer äußersten Armuth entbehren mußten, indem eine Almo-sensammlung hinreichte, ihnen diese ärmliche Kleidung wieder zuverschaffen. Die Einfachheit dieser Ceremonie, die Armuth undBlöße ihres Hauses und der kleinen Kapelle ließen die Dcmuthdieser Töchter erkennen, welche als Vcrkünderinen des Glaubens auSihrer Zurückgezogenheit hervortraten und allenthalben in den fran-zösischen Dörfern unterthänige Kinder und christliche Mütter bildeten.

Die Töchter des heiligen Kreuzes haben ein Noviziat von zweiJahren z» erstehen, und folgen dann dem Befehle der Snperiorindahin, wohin man sic als Lchrerinen erbeten hat. Sind sie so altoder schwach geworden, daß sie der Ruhe bedürfen, so beziehen siedas Haus von Paris und wirken dort als Erfahrene und. Erprobtezur Heranbildung neuer Lchrerinen. Dieses HauS stand ehedemin der Sackgasse Gnümünee, nunmehr aber ans dem Königöplatze;die Administration der Hospitäler gewährt ihm wegen seines großenNutzens einen jährlichen Zuschuß von 1500 Franken.

Das HaupthauS dieser Töchter zu Paris enthält mit Ein-schluß der Novizinen über 100 Individuen und zahlreich sind die

Gksch. der Mönchsorden. II, ZI