Druckschrift 
2 (1845)
Entstehung
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der Abbö Deshayes, damals Pfarrer von Auray, im Jahre 1820 in derBretagne eine Gesellschaft von Brüdern, mit der Bestimmung, auf demLande Schulen ;n halten. Von den Brüdern von Saint-Uon herange-bildet und in demselben Geiste wirkend, folgen sie auch beinahe derselbenRegel. Ihr Eifer im Unterricht der Kinder, ihre Frömmigkeit, ihrguter Geist, ihre Liebe erwarben ihnen die Liebe des Volkes, dassie gewöhnlich nur Brüderchen (polit kröi-as) nennt. Eine Ver-ordnung vom ersten Mai 1822 hat sie unter dem NamenCon-grcgation des christlichen Unterrichts" bestätigt. Hiernachertheilt die Oberbchörde der Universität jedem Bruder auf sein vondem Gcneralsnperior ausgestelltes, sogenanntes Gehorsamsblatt einZeugnis der Fähigkeit und die Vollmacht, Unterricht zu ertheilen.Die Congregation als Körperschaft und jede einzelne Schule fürsich können Vermächtnisse und Legate annehmen. Dieses nützlicheInstitut hat sich besonders in den Diöcesen Saint-Brieur, Vanneöund Neunes verbreitet. Die Brüder wohnen stets bei den OrtS-pfarrern und unterstützen sie, so viel in ihren Kräften liegt, undgerade dieser Umstand hat ohne Zweifel zu ihrer schnellen Verbrei-tung bcigetragen.

Ihr Hauptsih ist Ploürmel; außer der Bretagne sind auch dieColonien Bourbon, Senegal, Antillen schon mir 2025 Mit-gliedern besetzt. '

6. In Lothringen.

Das Institut, das der Abbü Johann de la Mennais in derBretagne stiftete, hat viele Aehnlichkcit mit dem, welches Fröchardin der Diöcese Nancy in Lothringen gegründet hat. Auch Fröchardwollte Brüder bilden, welche auf dem Lande christliche Schulenhalten und zugleich in den Pfarreien zu Sängern dienen sollten.Dazu anfgemuntcrt durch eine königliche Bestätigung und dabeivon Allen unterstützt, denen die Verbreitung der Moralität und derguten Zucht am Herzen lag, besiegte er alle Hindernisse, und kauftemit den ihm gereichten Almosen das alte Kapuzinerkloster vonVözclise, wo er sich niederlicß.

Auch diese Congregation wirkt sehr thätig und hat sich bereitsüber viele Orte verbreitet.

i Vgl. P. Karl V. heiligen Aloy s !c. S. 602.