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Vorschrift nachzukommen, indem er überzeugt sehn darf, daß dießdas Mittel ist, eine Menge Fehler zu vermeiden, in die er sonst inFolge seiner Unerfahrenheit gerathen würde.
Allererst wird dem jungen Lehrer Achtung für die Schulecmgeprägt. Thut man ja eine Sache nur dann gut, wenn mausic gerne thnt und Freude daran hat, und mau thut sie nur danngerne, wenn man sie für achtenswert!) und wichtig hält. DerGlaube aber wird ihn begreifen lassen, daß cS kein ehrenvolleresAmt gebe, als die Kinder zu Jesus Christus zu führen und zugleicher Zeit seinen Platz einznnehmen, seinen Dienst zu verrichten,um sie zu erziehen, zu unterweisen, ihrem Geiste seine Lehren ein-zuprägen, ihnen seinen Schutz, seinen Segen, seine Gnade zu ver-schaffen und ihnen den Weg zu zeigen, der in den Himmel führt.Jesus Christus ja vertraut sie ihm an, damit er über die Erhaltungihrer Unschuld wache, sie die Geheimnisse seines Lebens, seinesLeidens und Sterbens und die Gebote lehre, die er uns gegebenhat. Glücklich daher derjenige, der am Tage der Rechenschaft sagenkann: „Herr! hier sind die Kleinodien, die du mir anvertrant hast;keines von ihnen ging verloren."
Da aber alle Talente und Anlagen von Gott kommen, somuß der junge Lehrer Gott oft bitten, ihm jene zu verleihen, dieer zur christlichen Verwaltung seines Amtes nöthig hat. Zu diesemEnde nun muß er öfter communiciren, oft den Schutz der aller-seligsten Jungfrau uud den Beistand der heiligen Engel anrufen;übrigens aber in Demuth und Unterwürfigkeit die Beschlüsse GotteSin allen seinen Unternehmungen annehmcn, mögen diese nun seinenWünschen entsprechen oder nicht, und in ihnen einzig den WillenGottes verehren. Außerdem liegt ihm aber auch noch ob, die beson-deren Vorschriften der Anstalt getreulich zu befolgen. In der Klassehat er gute Ordnung einzuführeu und fortwährend zu erhalten.
Nachdem jener, der den jungen Lehrer bilden soll, denselbenüber die ersten Pflichten seines Amtes belehrt hat, muß er ihm sagen,daß er mit einem heiligen Muthe, unterstützt durch ein Gefühl desGlaubens, der Gegenwart Gottes uud des Vertrauens auf seinenallmächtigen Beistand, die Schule betreten müsse; denn nur einenMuth dieser Art empfiehlt er ihm an, nicht aber Frechheit, Pedan-