Druckschrift 
2 (1845)
Entstehung
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die ausgezeichnetste» Brüder des Instituts wurden nun im Monat Au-gust des Jahres 1834 zu einem Generalkoinitv berufen, um die Fragezu entscheiden, ob die Anstalt diese neuen Zweige in ihren Unterrichtaufnchmen dürfe, und das Counts entschied für die Aufnahme der-selben und entwarf für sie eine Lehrmethode. Demnach erhallendie Kinder in folgenden Gegenständen Unterricht: im Lesen, Schreibenund Rechnen, sowie in der Orthographie. Die Kinder aber, welchein den übrigen Unterrichtsgegenständen schon hinlängliche Fortschrittegemacht haben, werden auch in der Geschichte sowohl in der heiligenals auch in der des Landes, der Geographie, in der Arithmetik unddem Linearzeichnen unterrichtet. Da cs jedoch ganz besonders derBeruf der Brüder ist, den Kindern eine christliche Erziehung zugeben, so muß ihre erste und vorzüglichste Sorge sehn, sie die Mor-gen- und Abendgebete, den Katechismus, die Pflichten eines Christen,und die Grundsätze und Hebungen zu lehren, wie sie uns JesusChristus in seinem Evangelium geoffcnbart hat. Auch im Gesänge,besonders zum Zwecke des Gottesdienstes, wird Unterricht ertheilt;von unreinen Liedern aber sucht man den Kindern einen großenAbscheu einzuflößen. Außerdem gehört es zu den Pflichten derBrüder der christlichen Schulen, ihre Zöglinge Anstand und Höf-lichkeit zu lehren, was nach der Religion wohl das Wichtigste seyndürfte. Auf die einzelnen Einrichtungen dieser christlichen Schuleneinzugchen, kann unsere Aufgabe nicht seyn, und wir gehen daherzu den besonder» Satzungen der Brüder über. *

Die Mitglieder dieses Instituts können weder Priester seyn,noch auch auf den geistlichen Stand Anspruch machen. DiesesInstitut aber ist von großer Nothwcndigkeit, weil die Handwerkerund die Armen, gewöhnlich selbst nicht unterrichtet und den ganzenTag hindurch beschäftigt, ihren und ihrer Familie Unterhalt zn

' Bergt, das Merkchen: Die christlichen Schnlbrüder. Gegründet durchJoh. Bapt. de la Salle, Priester und Dvctor der Theologie. Zwei Theile.I. Einrichtung der christlichen Schulen. II. Regel» und Constitutionen des In-stituts der Brüder der christlichen Schulen. Aus dem Französischen von demUebersetzer der Pilgerreise Geramb's nach Jerusalem u. s. w. Augsburg 1844Druck und Berlag der Karl Kollmann'schen Buchhandlung. II. Theil.

Der erste Theil geht bis in das Speeiellste des Unterrichtes und der Er-ziehungsweise ein, und ans der Leetüre desselben können auch unsere Lehrergroßen Nutzen ziehen.