Druckschrift 
2 (1845)
Entstehung
Seite
296
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angelegen sehn, und cs wurden solche errichtet zu Dijon, Mende,AlaiS, Saint-DeuiS, Versailles, Vans bei Alais, Moulinö, Bou-logne. Allein die Eifersucht der weltlichen Lehrer, der Widerstandeiniger anderer Personen und die bei jeder Errichtung sich finden-den Schwierigkeiten, mischten in den Freudenbecher des Stiftersmanchmal den Saft des bittersten Mermuths. Im Jahre 1700sah er sein Werk beinahe der Wucht der Drangsale unterliegen,welche Frankreich verwüsteten; doch sein Gebet und seine bewun-derungswürdige Geduld besiegten glücklich so viele Mühsalc undPrüfungen. Reisen, Mühen und Arbeiten, Dienstleistungen jeglicherArt hatten seine Lebenskraft erschöpft. Er zog sich nach Saint-Aon im Jahre 1719 zurück, und wurde hier durch den freundlichenEngel des Todes in den Ort unsterblicher Belohnung hinübergeführt.

Der Tod des Stifters konnte übrigens den Geist nicht verwischen,welchen er unter den Brüdern eiuzuführcn gesucht hatte. Auch jetztnoch herrschte dieselbe Einheit, derselbe Eifer, derselbe Gehorsam gegendie Statuten, aber auch dieselbe Vorsichtigkeit. Die Niederlassung jder Brüder zu Saint-Uon wurde durch Patcntbriefe vom Jahre 1724gesichert und Benedikt XIII. bestätigte in einer Bulle vom Jahre I!1725 die Anstalt und ihre Satzungen. Noch in demselben Jahrefand eine Generalversammlung der Brüder zu Saint-Uon statt.Der Abbü de la Salle batte zu seinen ersten Nachfolgern JosephTruffet (1720), genannt Bruder Barthölcmy, welcher die Congre-gation, so lange er lebte, leitete, und Wilhelm Samson Bazin (j- 1752),genannt Bruder Timotheus, welcher im Jahre 1751 sein Amt )nicdcrlegte. Unter ihm vergrößerten neue Gebäude das Haus Saint-Uon; der neuen Kapelle, dem Jesuskinde geweiht, wurde der Leich-nam des Stifters anvertraut. Nunmehr nahm man in dieses Hausdreierlei Arten von Kostgängern auf: Kinder, welche man mit ihrerfreien Zustimmung dahin sandte, um unterrichtet und erzogen zuwerden; unordentliche und ungelehrige junge Leute, welche die IBrüder auf den rechten. Weg bringen sollten; andere endlich, die )durch amtliche Verordnungen oder VcrhaftSbcfehlc so lange hier cin-gesperrt wurden, bis sie Besserung hoffen ließen. Diese drei Klassenvon Kostgängern bildeten die erste Gemeinschaft. Eine zweite be-stand aus Novizen, und eine dritte aus dienenden und andern !