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der Liebe widmen zu können, sein Canonikat nieder. Nebst seinemAmte opferte er auch sein Vermögen ans, das er an die Arme»verschenkte, statt cs zu der Unterstützung der aufblühciidcn Schulen z„verwenden. Er wollte nämlich dadurch zeigen, daß er rücksichtlichihrer glücklichen Entfaltung einzig auf die Vorsehung sein Vertraue»setze. Im Jahre 1684 herrschte überdies; in ganz Frankreich undbesonders in der Champagne eine schreckliche HuugcrSnoth, so daßdie Almosen deS Abbü de la Salle nie hätten gelegener ausgctheiltwerden können. Jetzt von jeder Sorge frei, widmete sich der heiligePriester gänzlich der Leitung der Schulen. Neue Zöglinge verstärkte»das Werk; allein es wurde nicht so fast durch die Verbindung dieserBrüder, als vielmehr durch das Beispiel eines armen, austrcngnugS-vollen Lebens fester begründet, das ihnen der Abbö de la Sallegab, welcher seine Schüler zu innerlichen, reinen und heilige»Männern umschaffen wollte. Noch im Jahre 1684 legten sie Gelübdeaus drei Jahre ab, nahmen eine besondere Kleidung an, und nannte»sich Brüder der christlichen Schulen. Der Abbö de la Sallehielt es nicht unter seiner Würde, selbst Schule zu halten; aufeinige Zeit gab er sofort die Funktionen eines Superiors auf undversah sie erst wieder, als er von den Großvicarien von RhcünSdazu gezwungen wurde. Außer der Gemeinschaft der Brüder grün-dete er bald nachher noch zwei andere. Denn da er cS sich zumGesetze gemacht hatte, niemals einen Bruder allein fortzusendcu, inder Besorgnis;, er möchte, so allein gelassen, den Geist der Congrc-gation verlieren, so hinderte ihn nunmehr dieser Grundsatz, ansolche Oerter seine Brüder zu senden, die nicht zwei Lehrer unter-halten konnten. Ilm nun dieses Hinderniß zu beseitigen, gründete ereine Gemeinschaft von Landschulmeister», und eine andere für Kinder,welche geeignet waren, Schulbrüder zu werden. So lange eran ihrer Spitze zu NheimS blieb, gediehen diese beiden Geinciu-schaftcn glücklich, kamen aber gleich nach seiner Abreise in Verfall.
In der Hauptstadt Frankreichs nämlich vermißte man ihn schonlange sehr ungerne. Im Jahre 1688 endlich ließ er sich daher mitzwei Brüdern in der Schule der Pfarrei Saint-Sulpire nieder, undim Jahre 1600 gründete er schon in derselben Pfarrei eine zweite-Die weltlichen Lehrer aber, nicht bedenkend, daß schon der Name