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Zu Paris aus einer Magistratsfamilie geboren, zeichnete ersich sehr frühzeitig durch seine Freude au der Frömmigkeit aus. Erwar Einer der Ersten, welche zu den geistlichen Conferenzen zu-gelassen wurden, die der heilige Vinceuz von Paul jeden Dienstagzu Sauet Lazarus hielt; auch machte er einige Missionen in deinGebiete von Auvergne und von Velap. Da er schon mit hohenBencfieien versehen war, hätte er nach der bischöflichen Würdetrachten können; allein der traurige Zustand, in dem sich der Clernsbefand, ließ ihn die Errichtung einer Gesellschaft zur Bildung jungerGeistlichen als etwas sehr Wichtiges erachten. Deswegen zog eres vor, sich diesem Geschäfte zu widmen, nachdem er sich zuerstmit dem Pater Condren, einem Oratorianer, darüber bcrathen hatte.Die Gesellschaft begann zu Vaugirard am 29. November 1641; dieersten Genossen waren fünf Priester, Franziskus de Caulet, nach-maliger Bischof von Pamicrs, Johann du Ferner, Carl Picots,Balthasar Brandon de Bassaucourt und Franziskus Houmaiu. Baldschloßen sich au sie junge Geistliche an, welche aus dieser Vereini-gung einen priesterlichen Geist schöpfen wollten.
Als Olier im Jahre 1642 Pfarrer von Saint-Sulpiee gewor-den war, wohnte er mit seinen Genossen in der Pfarrwohnuug;hier nun begann er mit ihnen am 15. August desselben Jahres eingemeinschaftliches Leben und die Verbesserung seiner Pfarrei. DerRuf von seiner Frömmigkeit erwarb ihm bald Mitarbeiter undSchüler. Anfänglich waren alle Hebungen gemeinsam, bald abertheilte er seine Priester in zwei Körperschaften. Die Einen warenzum Dienste der Pfarrei bestimmt, und wohnten mit ihm im Pfarr-huuse und diese nannte man die Gemeinschaft der Priester;die Andern leiteten das Seminar, das damals in der Straße Gni-sarde errichtet worden war, in einem Hause, das mit der Pfarr-wohnnng mittelst eines Gartens in Verbindung stand. Durch dieTrennung des Seminars von der Gemeinschaft bezweckte Olier, daßdas Erstcre fortwährend der Pfarrei nützte; er sendete seine jungenSeminaristen aus, daß sie in den verschiedenen Stadtwinkeln katcchi-sirten; an Sonntagen mußten sie vor den Schulkindern predigen,während der Fasten mit den Handwerkern und Dienstboten Con-serenzen und während der Charwoche für die Schüler eine Retraite