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gäbe.-Ihr Stifter Cäsar von Bus wurde am 3. Februar 1544zu Cavaillon in der Grafschaft Venaissin geboren, und von seinenadeligen Acltern sehr frühe zur Gottesfurcht ungehalten. Er trat beigerechteren JünglingSjahren in die Brüderschaft der schwarzen Brü-der, mußte sofort im Heere dcö Königs gegen die Hugenotten Dienstenehmen und erhielt wie durch ein Wunder in der allgemeinen Aus-gelassenheit und sittlichen Verdorbenheit deö Lagers die Reinheit sei-ner Sitten. Nach beendigtem Kampfe legte er sich auf Poesie undMalerei, bis die Belagerung von la Nochcllc ihn wieder zu denWaffen rief. Allein von einer Kranlheit befallen, war er gehindert,an dem Kampfe Dheil zu nehmen. Er unternahm sofort Gesnnd-heits halber eine Reise nach Paris und war nicht stark genug, denfeinen Verführungen dieser Stadt zu widerstehen. Sein Vater starbbeinahe zu gleicher Zeit, wie sein Bruder. Da dieser eine reicheCanonikatöpsründe besessen hatte, so war Cäsar gleich dabei, nacheinem so schönen Einkommen mit beiden Händen zu greifen. Alleindas stillere Leben in dem kleinen Cavaillon führte ihn zur Besinnungzurück. Er wurde von einem Strahle der göttlichen Gnade berührt,und das Leben der Heiligen bestärkte ihn in seinen festen Vorsätzen,ein anderer Mensch zu werden. Nunmehr nahm er seine Studienwieder hervor, wurde von dem Bischof unter die Domherren derHanptkirche ausgenommen, erhielt die Priesterweihe, begann mit dembesten Erfolge daS Geschäft deö Predigers, Lehrers und Bekehrers undwidmete sich daneben mit bewunderungswürdiger Hingebung derSorge für die Armen, der Pflege der Kranken und Aussätzigen inden Spitälern und der Seelsorge an diesen Orten. Doch er warallein, und das Gute, das er so wirkte, konnte verhundertsältigtwerden, wenn er sich mit andern eifrigen Christen verband. Dahervereinigte er sich mit vier seiner AmtSbrüder bei derselben Kirche undbegann mit ihnen, daö gemeine Volk und die Kinder sogar ans derStraße und auf dem freien Felde zu katcchisiren. So wandelten sicals eigentliche VolkSlchrcr nach Liste und Avignon, wo sic die Kirchedes heil. Prarcdiö und zur Ausübung ihres begonnenen Werkespäpstliche Vollmacht erhielten hl 593). Bald wuchs die Gesellschaftaus 12 Mitglieder an, und erachtete daher die Wahl eines Obernfür nöthig, welche ans den P. Bus fiel. Bis jetzt hatten mir Wort