Druckschrift 
2 (1845)
Entstehung
Seite
229
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ab, und sprach die Unterdrückung aller Klöster und MönchsordenauS: ein destruktives Gesetz, gegen das selbst Necker war, weilnach seiner Ansicht mit den kirchlichen Instituten auchhje Reinerhaltung des religiösen Cultus und des ka-tholischen Glaubens gesichert sei. ' Für die schlechte Be-handlung der Mönche und Klosterfrauen nun, die zu empörend ist,als daß man von ihr sprechen könnte, setzte sich die Nation in denBesitz ungeheurer Reichthümer. Napoleon ließ sofort die gegen dieKlöster getroffenen Verordnungen bestehen; und durch seine Eingriffewurde nach dem Frieden von Lüneville (1801) die Säkularisationsogar in den Ländern allgemein, auf die sich sein Einfluß erstreckte,als in Italien, in der Schweiz und in Spanien. In Deutschlandaber, wo mit Ausnahme von Oesterreich, die geistlichen Fürsten-thnmcr, Kapitel und Klöster im Jahre 1803 allgemein aufgehobenworden waren, wurde diese Maßregel nicht sowohl aus Rücksichtans die Nutzlosigkeit und die Mißbräuche der Klöster ergriffen, alsvielmehr aus politischen Gründen, zur Entschädigung der Fürsten,die durch Abtretung des linken Nhcinnfers an Land und Einkünftenverloren hatten. Mit den Gefühlen dcö tiefsten Schmerzes und Mit-leideus sahen die Gläubigen den Stur; der Anstalten, welche einstein festerer Glaube und eine innigere Liebe in's Dasein gerufenhatte. Aber ach! das höchste Oberhaupt der Kirche, von dem alleindie Klöster einigen Schutz hätten erwarten können, war selbst derSpielball einer eisernen Macht, und die wenigen Klöster, die sichin einigen Ländern erhielten, waren nur traurige lleberreste derverschwundenen Größe!

Das religiöse Leben, das nach so herben Verlusten hart bedrängtdarniederlag, sollte in der Geschichte erst wieder erwachen, als

> Uistvirv Ns In Revolution pur Xeclcor. Ach! im Winter 1789 auf1790, also gerade unmittelbar vor der Zeit, als man mit der Plünderung derKlöster umging, gaben die Frnchtböden dieser Anstalten nngehenre Massen vonKern her, das theils zu Brvd für die Armen gebacken, thcils auf den Marktgebracht wurde, um den Preis zu erniedrigen, auf den diese Lebensmittel ge-stiegen waren. Man könnte eine Abtei nennen, welche damals während desganzen Winters sieben oder acht benachbarte Dörfer ernährte, aber unmöglichkönnte man irgend eine religiöse Niederlassung anführen, die sich nicht damalsdurch aufopfernde WohlthätigkeitSliebe ausgezeichnet hätte. Säknlarization warder Lohn dafür!