gestellt, ihr Streben nach Vergrößerung rmsgcgeben zn haben. Siewünschten nur, nngckannt Nutzen stiften zn können; fortwährendunter dem Einflüsse ihres alten Ruhmes zu wirken, diesen aber durchedle Anwendung ihrer Einkünfte und ihrer Zeit zu rechtfertigen, unddaö zu schützen, was aus den Stürmen der Häresie noch gerettetworden war. Auch führte man viele heilsame Verbesserungen in denKlöstern ein. Obwohl min die immer mehr um sich greifende»Fortschritte deS Unglaubens der tiefen Achtung, von der man ehedemgegen die klösterlichen Tugenden durchdrungen war, Einhalt thatcn,so konnte man sic doch den Mönchen wegen ihrer geregelten Sitten,ihrer wissenschaftlichen Bestrebungen und vieler Werke der Liebe >nicht ganz versagen. Je mehr die Freigebigkeit der Gläubigen gegendie Klöster erkaltete, desto mehr strebten diese, allgemein nützlich znwerden. Jndeß behaupten wir keineswegs, daß eS keine Ausnahmevon dieser Regel gegeben habe; denn einige reiche für die Lehren derZeit unempfängliche Abteien wußten Nichts von dieser aufopferndenThätigkeit und dieser Sittenstrenge.
Wie konnte man aber bei solchen wohlbcgründeteu Thatsachcnim 18tcn Jahrhundert die Behauptung wagen, die Klöster habenschon seit vielen Jahren sich selbst überlebt und deswegen dürfe mansie wohl aus ein Mal unterdrücken? So wurde, als diese Ansichtsich geltend'machte, die Gesellschaft Jesu aufgehoben, ein Vorspieldessen, waö mit den andern Orten geschehen sollte.
Im Jahre 1768 erhob Venedig, das seine wahren Absichtenunter dem eiteln Vorwände einer nothwcndigen Reform versteckte,gegen das Mönchthnm ein Kriegsgeschrei, das bald auch in den
> So hatten vor der Revolution in Frankreich die Mönche noch die meistenSchulen unter sich. Die Benediktiner von St. Manr besaßen die meisten könig-lichen Militärschule»; die von Clngny, von St. Banne (Biton), die Minoritenvon der Observanz (LorNüIi«!») und die Barnabiten widmeten sich in verschiedenenStädten deö Königreichs dem öffentlichen Unterrichte. Die Dominikaner hattenin ihrer einzigen Provinz Toulouse zwei und dreißig Erziehungsanstalten. ImJahre 1780 machten der Abt und die Religiösen vor den Ständen von Artoisdas Anerbieten, das Collegium St. Omer, dessen Gründer sie waren, anseigene Kosten zn übernehmen und aus den wirklichen Einkünften Psteghänserfür die armen Kinder der Provinz zn unterhalten. Auch der Prämonstraten-ftrordcn hatte sich zur Uebernahme von Collegien erboten. Die Abtei diesesOrdens Bellelai, sowie auch die von Toussaint (Allerheiligen) bei Strasburghatten schöne Anstalten dieser Art.