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2 (1845)
Entstehung
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erwarb er eine neue Stufe der Hochachtung und des Vertrauensbei dem Publikum. Die schönsten Hoffnungen ans Aemter undWürden blühten ihm; allein der Himmel hatte unserem Heilige»eine andere Laufbahn vorgezeichnct.

In einer Rechtssache, die er richtig behandelt zu haben glaubte,beging er einen Mißgriff und verlor so den Prozeß. Mehr brauchtecs nicht, um ihm gegen seinen bisherigen Stand Eckel cinznflößen,und in ihm den Entschluß zu wecken, sich im geistlichen Stande ganzdem Dienste dcS Herrn zu weihen. Zwar konnte er nur mit großerMühe dieses fromme Vorhaben zur Ausführuug bringen, da sich ihn,mehrere Hindernisse cntgcgcnstelltcn; seine Familie, seine Freunde,und sogar einige Mitglieder der neapolitanischen Negierung suchtenihn auf alle Weise von seinem Gedanken abzubringcn; allein erbeharrte fest auf seinem Entschlüsse.

Um indessen nicht mit Uebereilung zu handeln, stellte der jungeDiener Gottes in der Abgeschiedenheit lange Zeit Betrachtungen an.Oft betete er mit dem heilige» PaulnS: Herr, waS willst du,daß ich thnc? In seinem Vorhaben befestigt, empfieng er am23. September 1724 die Clerikaltonsnr. Anfänglich bekleidete erdaö Amt eines SakristanS in einer Pfarrkirche, dann übergab ersich der Leitung gottseliger Priester, welche auf dem Lande Missionenhielten, und junge Geistliche zu diesem Berufe bildeten. Hieraufbekam er die Priesterweihe und blieb auch noch ferner bei den Mis-sionaren. Auf das Ansuchen des Erzbischofes von Neapel hielt ermit der Geistlichkeit dieser Stadt eine Geisteöübung, und er ent-ledigte sich dieses Auftrages mit einem so großen Erfolge, daßihm die ehrenvollsten Lobeserhebungen von allen Seiten zu Theilwurden.

Nachdem er Neapel durch seine Predigten erbaut hatte, begabsich der heilige GlaubcuSbote in die Diöeesen Amalfi und Seala. Dieeigentliche Ursache hievon war, um seine durch zu große Arbeitenzerrüttete Gesundheit wieder herzustellen. Sein Eifer aber konnte nichtmüßig bleiben; daher suchte er mit einigen andern Priestern die inUnwissenheit schmachtenden Landlente und Schäfer auf, lehrte sie dieHeilswahrheitcn und spendete ihnen die heiligen Sakramente. Alser aber den herrlichen Erfolg seiner Arbeiten sah, beschloß er, auf