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2 (1845)
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bis alle Uuterthaueu desselben, gegen 30,000, dem Götzendienste ent-sagt hatten. '

Begünstigt von den Kaisern Cubo nnd Nobunango hattedas Christenthum in Japan durch den außerordentlichen Eifer herimmer sich mehrenden Missionäre bedeutende Fortschritte gemacht,als plötzlich die Gunst des Kaisers Tapcosama sich in den bit-tersten Haß verwandelte, nnd ein Berbannungöurtheil wider hiePriester der Gesellschaft Jesu ausgeschrieben wurde, weil sich mehrereChristenmädchen weigerten, den Lüsten des Kaisers zu stöhnen, wor-aus dieser schloß, daß die Christen zum Ungehorsam gegen ihre»Herrn angcleitct würden. Allein die Jesuiten vertbciltcn sich nur in hieProvinzen der verschiedenen christlichen Fürsten, die sämmtlich wetteifer-ten, die größte Zahl der Glaubensboteu bei sich aufnehmen zu dürfen.

Zwar minderte sich der Zorn des Kaisers bald wieder, nachdemer viele christliche Kirchen hatte nicdcrreißcn lassen, entbrannte aberbald aufs Neue in Hellen Flammen. 2 Jetzt starben viele Missionäreden Martprcrtod, und brach eine fürchterliche Christcuvcrfolguugaus. Viele christliche Helden wurden in daS Elend der Verbannunggewiesen, andere zum Tode verurthcilt. Und dennoch erfolgten ge-rade zur Zeit der wütbendsten Christcnverfolgung die meisten Bekeh-rungen, und allenthalben entstanden Brüderschaften, welche sich wech-selseitig in der Glaubenstreuc und im Todcsmnthc bestärkten. Endlichsah der christcnfeindliche Kaiser wohl ein, daß er dieChristenbrut"nicht eher in seinem gleiche werde völlig unterdrücken können, bisalle geistlichen Väter vertilgt wären. Daher erneute er den Befehl,sic aufzusuchen, in den Hafen von Rangasaki zu bringen, und

^ Im Jahre 1613 hatten die portugiesischen Jesuiten bis zur Christenver-folgung folgende Häuser in Japan:

Ein Collegium und Prvfeßhaus zu Nangasaki, ein Collegium zu Arima,Residenzen zu Omura, Coenra, Firvrima. Amakusa, Tiqni, Konznra, Oraka.Eurim; Profeßhäuser zu Fakata und Miaco.

2 Der Grund davon ist folgender: Der Kaiser hatte in einem höchst nber-müthigen Schreiben den spanischen Statthalter ans den Philippinen anfgefor-dert, ihn als Oberherrn anznerkcnnen. Das aber wies der Statthalter mitder Entschuldigung ab. er könne nicht glauben, daß der Kaiser dieß verlange,da ihm d iePatre S M issi onäreNich ts davon geschriebenh ätten."Dieß aber war dem Kaiser genug, um die Missionäre als Spione anznsehen,die den Ausländern die Geheimnisse Japans verriethen.