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2 (1845)
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gibt, und du' Vertheidigungsschrlfteli derselben nicht gelesen werden.Stets werden wieder die alten Lügen und Vcrlänindnngen herge-bracht, deren Nichtigkeit sich vor dem Forum der Wahrheit undgründlichen Prüfung schon längst geoffenbart hat, immer werdenihnen die alten Verbrechen zur Last gelegt, von denen sie doch einegründliche Geschichtsforschung schon längst gereinigt hat. Allein,sobald sich darum handelt, den Jesuiten eine Tugend abzuziehcnund an ihre Stelle ein grässliches (jesuitisches) Verbrechen zu stellen,so fühlt sich jeder in der Sache auch noch so unerfahrene Laie,jeder kecke Sprecher und Possenreißer feierlich dazu berufen. Dagebietet die Pflicht, die Wahrheit zu entstellen, die Schattenseitegreller zu machen, und die Sünden eines einzigen Mitgliedes ansdie Rechnung des gesummten Ordens zu schreiben.

Uns liegt cs zwar nicht ob, hier die Gesellschaft Jesu zu ver-theidigcn; aber durch eine treue Darlegung ihrer Geschichte undihrer Verdienste um das Wohl der Kirche und der Staaten wirdes uns vielleicht am ehesten gelingen, dieser Genossenschaft dieschuldige Achtung zu verschaffen. Doch beginnen wir die Geschichtedieses so wichtigen, auf religiöse und politische Verhältnisse so ein-flußreichen Ordens mit dem Leben seines heiligen Stifters.

Ignatius wurde im Jahre 1491 auf dem zwischen Azpeitiaund Azcoitia gelegenen Schlosse Loyola in der spanischen ProvinzGuipuzeoa aus hochadeligem Geschlechte geboren. Bald zeigte erdie glücklichsten Anlagen. Allein sich selbst überlassen und von demso nothwendigen Zügel der Erziehung frei, wurde er, sobald er indie Welt hinauötrat, der Spielball seiner Leidenschaften. Kaumhatten sich ihm die Zerstreuungen am Hofe Ferdinands V. erschlossen,(er befand sich nämlich als Page an diesem so glanzvollen Hofe)als ihn die KriegStrommete auf'.s Feld der Ehre rief, wo er sichdurch Tapferkeit auszeichnete. Nein begab eS sich, daß im Jahre 1521die Franzosen die Stadt Pampelona belagerten, die Hauptstadt desKönigreichs Navarra, welches der spanischen Krone gehörte. DieFeinde setzten der Besatzung so stark zu, daß sie sich schon auf Be-dingungen ergeben wollte. Aber der tapfere Ignatius von Loyola,welcher auch bei der Besatzung war, rief zornentbrannt zu seinenKameraden:Pfui der Feigheit, sich so leichten Kauf'ö ergeben zu