ihn drang, so licß er sich in dem Heere anwerben, welches KaiserCarl V. sammelte, nm mit ihm den Franzosen Fuentarabia wiederzn entreißen. Bald war cS nm Johann's Frömmigkeit und Sitt-lichkeit geschehen. Allein wegen schlecht verwalteter Geschäfte wurdeer verabschiedet, und begab sich nun zum zweiten Mal in die Diensteseines ersten Herrn, und entfloh zum zweiten Mal dem Antrag,dessen Tochter zn heirathen; licß sich wieder bei Carls V. Heereanwerben, machte die afrikanische Expedition mit und kehrte nachderen Beendigung in seine Heimath zurück, nm daselbst seineAeltern aufzuftichen. Allein ihnen hatte der Kummer um ihrenSohn das Herz gebrochen. Eine innere Stimme nannte ihn denMörder derer, die ihm das Leben gegeben hatten. Dieser schmerz-liche Gedanke trieb ihn anö seiner Heimath. Er trat bei Sevillawiederum in Schäferödicnste; hier begann er seine Bußübnngen undTag und Nacht benetzten Thränen der Rene sein Gesicht; ja erging nach Afrika, um hier den Marthrcrtod zn finden; in Ceutaaber ließ er sich von seinem Beichtvater zur Rückkehr nach Spanienbewegen. Zu Gibraltar ans Land gestiegen, beschäftigte er sichmit dem Verkauf heiliger Bilder und guter Andachtsbücher. Von dabegab er sich nach Granada, wo eine Predigt des Doktors Johannd'Avila einen so tiefen und bleibenden Eindruck auf ihn machte,daß man wegen seiner ganz ungewöhnlichen Aeußerungen der Neueüber sein früheres ausschweifendes Leben ihn für gcisteSverrückt hielt.Das Volk überhäufte ihn anfangs mit Unbilden und Mißhandlungen;als aber der Heilige sich verrückt geberdete, nm so sich deinüthigenzu können, verwahrte man ihn im Jrreuhospital. Allein sein Beicht-vater, dem dieß zu Ohren kam, vermochte ihn, ein anderes Mittelder Abtödtung zu ergreifen, das ihm und seinen Nächsten zugleichfrommen würde. Und nun entschloß sich Johann, Gott inseinen Armen zu dienen. Nach einer Wallfahrt zu U. L. F. vonGuadeloupe in Estremadura begann er durch seiner Hände Arbeiteinige Arme zu ernähren. Hierauf durchwandelte er die StraßenGranada's, flehte die öffentliche Liebe an, indem er mit lauterStimme rief: „Meine lieben Brüder, thut Gutes um derLiebe Gottes willen." Alles, was er auf diese Weise sammelte,wurde sogleich zur Unterstützung der Kranken verwendet. Schon
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