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2 (1845)
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zum Superior erwählt.' Der Cardinal von Moudovi erwirkte ihnenvom Papste die Erlaubnis!, zur Unterscheidung von andern rcgulir-tcn Clerikern auf der Brust ein lohfarbcncs Kreuz zu tragen. AlsSuperior erhielt Camillus die Magdalcncnkirchc nebst einigen anstoßen-den Gebäuden. Bald war die Anzahl der Geistlichen für dieWohnung zu groß, und Camill reiste jetzt nach Neapel und erhieltdaselbst von dem Cardinal Pallottc Befugniß und Unterstützung, zuBologna ein Haus zu errichten. Papst Gregor XIV. erhob dieseGenossenschaft zu einem geistlichen Orden mit vier feierlichen Gelüb-den. Zur Erfüllung des vierten Gelübdes (der Krankenpflege) sollte dieAnzahl der Laienbrüder größer scyn, als die der Priester; für Bil-dung der Novizen diente ein eigenes Haus; der General sollte lebens-länglich gewählt und dadurch monarchische Verfassung cingcführtwerden. Der neue Orden wurde von der Jurisdiktion der Diöccsan-bischöfe befreit, und erhielt alle Privilegien der Bettelordcn, Benedik-tiner, Jesuiten und rcgulirteu Chorherrn. Neapel, Mailand, Ge-nua, Bologna, Mantua, Ferrara u. s. w. errichteten dem OrdenHäuser, der (1599) Hospitäler selbst zu verwalten und zu leiten be-gann und dem General vier Ordcnöräthc (Consnltorcs) an die Seitesetzte. Außer den vier feierlichen Gelübden legen sie noch folgende viereinfache ab: Nichts in der Art des Krankendicnstes zu ändern, nocheine Acuderung darin zu dulden, wofern sie nicht für sehr nützlicherkannt würde; niemals etwas zu besitzen, was einem Hospital an-gchört; keine Würden außer dem Orden zu erstreben, und keine ohnepäpstliche Dispensation anzunehmen; cs dem Superior zu melden,sobald sie erfahren, daß Einer eine solche Würde sich angeeignct habe.Das Noviziat wurde auf zwei Jahre festgesetzt; vom Abhaltcn derTagzciten, von der Thcilnahmc an Procesfioucn u. s. w. ist derOrden, um von seiner Beschäftigung nicht abgehaltcn zu werden,dispcnsirt. Er betet täglich eine Stunde und fastet außer den Kirchcn-fasten nur noch Freitags; seine Häuser sind eingetheilt in Profeß-häuscr (Klöster), Noviziate und Sicchcnhänser. Die Noviziatc undSicchenhäuser können Einkünfte besitzen; den Profeßhäuscrn dagegen

> Unmittelbar nach seiner Erwählung nahm er einen Gefährten z» sich, undging durch Rom, um Almosen zu sammeln. Allein man hielt ihn für eine»Landstreicher, und so bekamen sie das erste Mal nur etwas Brod und Früchte.