Druckschrift 
1 (1854)
Entstehung
Seite
207
Einzelbild herunterladen
 

Achter Gesang.

Steh' auf! so sprach er dann, und von den StreichenDes Feindes war's, als wenn ich nichts empfand.

Ich stand o süßes Wunder! Meine GliederErlangten plötzlich ihre Schnellkraft wieder.

2g.

Bestürzt schaut' ich umher, noch zweifelnd wankenFühlt' ich mein bang Gemülh; ich glaubt' es nicht.Der Eine sagt: was sinnst du in Gedanken?Kleinmüth'ger, dem des Glaubens Kraft gebricht;Nicht sind's Gespenster, die hier vor dir schwanken,Ilnd Christi Diener ist's, der mit dir spricht.

Wir zogen uns in Einsamkeit zurürke

Und floh» die Welt mit ihrem falschen Glücke.

Als Werkzeug deines Heils mich zu erküren.Gefiel dem hohen Gott, der droben thront;Durch schwache Hände Wunder zu vollführen.Das ist's, womit er oft den Glauben lohnt.Der Leichnam, will er, soll sich nicht verlieren.Den solche große Seele einst bewohnt,

Die schimmernd und verklärt HinüberschwebenZu ihm nun soll, und ewig mit ihm leben.

si.

Dem kühnen Sveno soll ein Grabmal steigen.So, wie's gebührt solch' hohem Heldcnmuth,Der fernsten Nachwelt sollen preisend zeigenNoch Kindcskinder, wo der Tapfre ruht.

Erhebe nun den Blick zum Sterncnreigcn,Schau jenen dort in sonnenheller Gluth:

Er wird mit seiner Strahlen Glanz dich leitenHin, wo der Körper liegt des Benedeiten.