Druckschrift 
1 (1854)
Entstehung
Seite
176
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Siebenter Gesang.

D'rum flieht er schnell. Des guten Schwertes SchneideTrifft eine Säule, aber weiter nichts.

Zum Himmel sprüh'n die Funken und die Splitter,lind kalt im Busen wird's dem Heidenrittcr.

44.

Er flieht zur Brücke, nicht mehr trotzt und ficht er,Sein Hoffnungsstern scheint ihm die Flucht allein.

Doch Tancred solgt ihm immer näher, dichter.

Schon greift er zu, schon setzt er Bein an Bein.

Da schwinden zu des Flüchtigen Glück die LichterDer Fackeln all'; es lischt der Sterne Schein,

Auch ist der Mond von Finsternis; umzogenUnd Dunkel deckt den armen Himmelsbogen.

45.

Von Zaubernacht und Schatten rings umschwommen.Kann Tancred nicht ihm folgen, noch ihn sehn.

Wohin er spähend blickt, es will nicht frommen.

Nur zweifelnd, tappend, kann er weiter geh'n.

Sv, an die Schwelle eines Thors gekommen.

Geht er hindurch, bevor er sich's verseh'n.

Da knarrt in seinem Rücken eine Pforte,

Und schließt ihn ein am wüsten, dunkeln Orte.

40.

Dem Fische gleich, der in den sumpfigen Schluchten —Die bei Comacchio bildet unser Meer —

Das still're Wasser sucht und sich're Buchten,

Stürmt wild und ungestüm die Wog' einher.

Jedoch sich selbst nur fängt auf seinen FluchtenIm Sumpfgefängnisse, weil kreuz und querDer Strom sich biegt, daß, wer hineingeschwommen,Doch nimmermehr vermag hinauszukommen: