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Siebenter Gesang.
Drei Tage sind's, da hat mit Sturm genommenCosenza's Graf den Heiden diesen Ort.
Tancrcd beschaut das Schloß und seine Werke,
An Lag' und Kunst von ungeheurer Stärke.
so.
Er zweifelt noch ein wenig, ob nicht TrugIn dieser Mauern Wehr verborgen liege;
Doch Todesgefahr ist ihm bekannt genug,
D'rum spricht er nichts, »och wechseln seine Züge;Wohin ihn Wahl und Schicksalsspruch verschlug —Er weiß, daß immer seine Rechte siege;
Nur, da die Pflicht ihn ruft zu andrer Schlacht,Ist er auf neue Kämpfe nicht bedacht.
So hält er vor dem Schlosse, wo die BrückeZum Wicsengrunde er sich senken sieht.
Er folgt nicht mehr dem Führer, der voll Tücke,Stets vorwärts ihn zu treiben sich bemüht.Indes; erscheint ein Ritter seinem Blicke,
Des Angesicht von Zorn und Wuth erglüht.
In seiner Neckten schwingt er hoch den DegenUnd spricht voll kühnen Trotzes und verwegen:
S2.
O du, der zu Armida's ZaubergründcnGekommen — sci's Geschick, sei's eigne Wahl —Der Kette beut die Hand, sie zu umwinden.
Nicht denk' ans Fliehen, lege ab den Stahl,
Laß so wie wir durch ihr Gesetz dich binden,Geh' durch's bewachte Thor zu ihrem Saal,
Und wolle nie den Himmel wieder schauen.
Ob Jahre schwinden und die Locken grauen —