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Sechster Gesang.
ins.
Gleich einem Reh, das lechzend, müd' und müderNachspürt dem Wasserspiegel klar und hell.
Da wo der Gießbach rauscht durch Wälder nieder,llnd wo vom Felsen niedcrrinnt ein Quell,
Wenn's lehen will im Naß die müden Glieder,
Und Kühlung kosten, hört des Hnnd's Gebell,
Und ob der Furcht vergißt des Durstes BrennenDie Mattigkeit, und sucht znrückzurennen;
110,
So diese, deren Herz im lichten LohenDer Licbcsflamin', die sie verzehrt, erglüht,
— Da sic geglaubt, ihr Kummer sei entflohenllnd froh schon in des Theuren Arm sich sieht —
Als sie nun Hort des wilden Feindes Drohenllnd Waffenklang, erschrickt ihr sanft Gcmüth,Geschehen ist's um Dich und dein Verlangen!
So denkt sie nun und spornt ihr Pferd mit Bangen,
in,
Herminia flicht, die Arme, es enteiletMit ihr das flücht'gc Roß durch's weite Feld.
Das Mädchen folgt, nachstürmt ihr unverweiletMit vielem Kricgesvolk der grimme Held.
Nun trifft sie auch der Knappe an und theiletIhr mit der Botschaft Wort aus Tancrcds Zelt;
Und ungewiß folgt er der Flucht der Beiden,
Und so zerstreut die Furcht sie auf den Haiden,
ns.
Der klngrc Bruder, der an jenem OrteDie fälschliche Clorinde auch gesehn.
Folgt Jenem nicht und bleibt mit der CohorteGeruhig in dem Hinterhalte stehn;