Druckschrift 
1 (1854)
Entstehung
Seite
111
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Fünfter Gesang.

ss.

Bei diesen Worten ihm der Zorn nun schwollUnd wuchs gleich dem bewegten Fackelbrande,

Und aus dem schwanger» Busen übcrguollDie Wutb zum Auge und dem Lippcnrande.

WaS in Rinald er findet vorwurfsvoll.

Verschweigt er nicht, zu seiner eignen Schande;

Er beißt ihn stolz und eitel, seinen MuthNennt er Verwegenheit und tolle Wuth.

24.

Wo er erhaben ist und groß vor allen,

Wo seine Großmuth glänzt und wird verehrt.

Läßt er mit böser Kunst die Wahrheit fallen.Schmäht, klagt, als wär' mit Laster» er beschwert,So laut läßt seine Stimme er erschallen.

Das« öffentlich die Schmähung wird gehört.

Er kann den Zorn nicht zügeln, und nicht bänd'gcnDie Wuth, die bald sein Leben sollte cnd'gen.

25.

Der Böse, der ibm cingiebt jedes Wort,

Und cingenistct sich hat seinem Geiste,

Lägt toben ibn in Unbill fort und fort

Und schürt die Glutb, die seinen Nnmuth speiste.

Im Lager ist ein weiter räum'gcr Ort,

Wo stets der Kern crlcs'ner Krieger kreiste.

Dort ringend und turnircnd, daß die KraftDcS Leibs gewinne neue Meisterschaft.

sa.

Hier klagt er an, im Kreise vieler Ritter

So wollt' cS das Geschick Rinalden schwer.

Und wie ein spitzer Pfeil, ein gift'gcr SplitterSchießt höllisch Gift sein Mund auf jenen her.