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1 (1854)
Entstehung
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103
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Vierter Gesang.

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Gleich einer Doppelsonne klarem ScheinIst dann ihr Blick, ihr Lächeln himmlisch süße; Zerstreuend ganz des Kummers Nebclwogcn,Womit sich ihr zuvor die Brust umzogen.

! .

- Sich' Lächeln, süße Reden rings versendend,t Berauscht mit Doppcllust sie jeden Geist,

Die Herzen aus der Männer Brust entwendend,

' Die nie so große Wonne noch durchkreist,

> Grausame Lied'! ob Wermuth, Honig spendend,Tod ist's doch immer nur, de» du verleibst,l Denn gleich verderblich sind zu allen Stunden? Arznei und Krankheit, die du hast erfunden.

s os.

s. So wechselnd, bald in Gluthcn, bald wie Eis,

-- Bald lächelnd, weinend, hoffend, furchtbcklommc»,

^ Läßt truggewandt Armida aus dem Kreisi Der Ungewißheit nie die Männer kommen.

^ Spricht einer je zu ihr, gebrochen, leis,r Wie Lieb' ihn quäle, wie er sei entglommen,

-f Stellt sie sich unerfahren, blöde, scheu,

Nicht wissend fast, wovon die Rede sei.

ij 04.

-j Auch läßt sie schamroth sich das Antlitz färben,

Z Und sittig dann ihr Blick zu Boden sieht,

§ Der Wangen frisches Weiß sieht man ersterben,

H Und junge Nvsenslor auf ihnen blüht;

So seh'n wir Morgens an der Wolken KerbenDas neue Morgenroth, das duftig glüht.

Und mit der Scham zugleich auch aufgegangen,Entfacht des Zornes Gluth die schönen Wangen.