Vierter Gesang.
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Gleich einer Doppelsonne klarem ScheinIst dann ihr Blick, ihr Lächeln himmlisch süße; Zerstreuend ganz des Kummers Nebclwogcn,Womit sich ihr zuvor die Brust umzogen.
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- Sich' Lächeln, süße Reden rings versendend,t Berauscht mit Doppcllust sie jeden Geist,
Die Herzen aus der Männer Brust entwendend,
' Die nie so große Wonne noch durchkreist,
> Grausame Lied'! ob Wermuth, Honig spendend,Tod ist's doch immer nur, de» du verleibst,l Denn gleich verderblich sind zu allen Stunden? Arznei und Krankheit, die du hast erfunden.
s os.
s. So wechselnd, bald in Gluthcn, bald wie Eis,
-- Bald lächelnd, weinend, hoffend, furchtbcklommc»,
^ Läßt truggewandt Armida aus dem Kreisi Der Ungewißheit nie die Männer kommen.
^ Spricht einer je zu ihr, gebrochen, leis,r Wie Lieb' ihn quäle, wie er sei entglommen,
-f Stellt sie sich unerfahren, blöde, scheu,
Nicht wissend fast, wovon die Rede sei.
ij 04.
-j Auch läßt sie schamroth sich das Antlitz färben,
Z Und sittig dann ihr Blick zu Boden sieht,
§ Der Wangen frisches Weiß sieht man ersterben,
H Und junge Nvsenslor auf ihnen blüht;
So seh'n wir Morgens an der Wolken KerbenDas neue Morgenroth, das duftig glüht.
Und mit der Scham zugleich auch aufgegangen,Entfacht des Zornes Gluth die schönen Wangen.