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Vierter Gesang.
S2.
Wie sich daS Licht durch Wasser und Krystali'Oh»' eS zu trennen »der theilcn drängt.
Dringt der Gedanke durch den KleidcrschwallUnd wagt zu schau», was das Gewand umfängt.Dort wandelt er, beschaut die Wunder all'.
Und freuet sicht von keinem Zwang beschränkt.Dann eilt er, cS der Sehnsucht zu verkünden.Um ihre Gluth nach heißer zu entzünden.
Gepriesen und mit Lüsternheit beschaut.
Geht nun Armida durch die gier'ge Menge,
Sic mcrkt's und ist im Herzen drvb erbaut,
Vvll Hoffnung, daß ihr Raub und Sieg gelänge.Nach Gottfried's Zelt sic fragt und um sic schaut,Wer wohl sic führe durch des Lagers Gänge.
GS führt Eusiach sie, der ein Bruder warDeS hohen Haupts der ganzen Christcnschaar.
34 .
So wie den Schmetterling das Licht anziebt.
So wird er pon der Schone» ungezogen.
Ins Auge, da§ so sittsam niedersieht.
Er schauet ihr, von ihrem Reiz betrogen.
Dem Zunder gleich, der an der Flamm' entglüht.Ist auch von heißer Gluth er schon durchsogcn.Und spricht zu ihr, denn zur Verwegenheit,
Treibt ihn der Jugend Licbcshcftigkeit.
S5.
Jungfrau — wenn solch ein Name dir gebührt —Denn inenschlich, irdisch nicht ist Dein Herkommen.Nie hat dcS Himmels heitres Licht berührtEin Erdenkind, so rein und so vollkommen!