Dritter Gesang.
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Wohl hätte Tancred seiner Leiden MährGestrebt in langen Klagen zu beweisen.
Doch sehr zur Unzeit stört ihn das GestampfDer Christen, Heiden, die sich nah'» im Kampf.
aa.
Sci'S nun aus List, sei cS von Furcht beklommen,
Ed flicht daS Sprervolk die Christcnsehaar.lind ein Verfolger schaut da wuthentglommcnIm Winde flattern ihr zerstreutes Haar,
Da sucht er ihr von hinten beizukommcn,lim sic zu treffen, wo entblößt sic war.
Doch laut ruft Tancred hier und schwingt den Degen.Mit schnellem Blick dem schweren Streich entgegen.
Es blieb indes? der Hieb nicht gänzlich stocke»;
Der weisie Hals, wo er ans Haupt sich schmiegt.Wird leicht geritzt, und ihre blonden LockenManch purpurrothes Tropfenpaar durchsicgt,
Sv wie Rubine in den gvldncn NockenGewandten Künstlers Hand verwebend fügt.
Der Prinz, erzürnt, eilt, daß er schnell sich werfeAuf den Verbrecher mit des Schwertes Schärfe.
Der flieht; Tancred folgt ihm, der zornentbrannte,
Dem Pfeile gleich, wenn er die Luft durchbricht.
Sie bleibt erstaunt, und sicht, wie fernhin rannteDies Paar; ums Folgen kümmert sie sich nicht,
Zu ihrer flücht'gcn Schaar sie nun sich wandte.
Und zeigt den Franken bald die Stirn und sicht,
Flieht bald, jagt bald, schlägt hier, wird dort geschlagen;War Flucht, Verfolgung dies, man kann'S nicht sagen.