Druckschrift 
1 (1854)
Entstehung
Seite
53
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Zweiter Gesang.

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Der Babels Thurm zum Himmel einst so großErhob, war so vielleicht, der Höllcnrittcr;Bielleicht sah Babel also trotzen ihn.

Den Sternen drohend mit der Stirne kühn.

Und Gottfried sprach: Aegypten last ich bitten.

Er komme, und zwar schnell und wohl gestählt;Zum Kampf, womit er droht, sei nun geschritten,Am Nil das Wiedersehen, wenn ihr fehlt!

Nun gicbt er Abschiedsgruß mit art'gen Sitten,Giebt ihnen auch Geschenke, auSerwählt:

Aletcn einen Helm von hohem Werthc,

Gewonnen, als Nicäa er zerstörte;

ss.

Ein Schwert Argantcn, wo mit MeisterschaftSo Gold, als Edelstein ziert Knauf und Spangen,Daß, was der Künstler bildend hat geschafft.

Mehr Werth hat, als des reichen Stoffes Prangen.Nachdem die reiche Pracht, des Stahles KraftArgant als feiner Kenner durchgcgangen,

Spricht er zu Gottfried: bald wird dir bekannt,Was dein Geschenk vermag in meiner Hand.

S4.

Sic nehmen Abschied. Zum Genossen sprichtArgant: gehn wir! Aegypten du entgegen.

Sobald das Sonnenlicht die Nacht durchbricht;

Ich nach Jerusalem auf nächt'gcn Wegen.

Nicht meine Gegenwart, mein Schreiben nicht,Würd' dir auf deiner Ncise sein gelegen;

Bring' du die Antwort heim! ich weile hier.

Wo Schwerter zucken, ist cS besser mir.