Druckschrift 
1 (1854)
Entstehung
Seite
52
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W

Zweiter Sesang,

88 .

Er sprach's, und stechend gleich empörten SchlangenDurchtobt dies Wort mit Ungestüm Argant;

Er hehlt cS nicht, nein, mit entflammten WangenTritt er hervor, dem Führer zugcwandt:

Wer nicht den Frieden will, soll Krieg erlangen!Wer Händel sucht, dem sind sie gleich zur Hand;Denn zu verschmähen scheinst du jeden Frieden,

Weil du beim ersten Wort nicht warst zufrieden.

80 .

Rasch nimmt er seinen Mantel bei dem Saume,Vortretcnd dann, draus einen Busen macht er.

Er hält den Ungestüm nicht mehr im ZaumeUnd spricht noch trvtz'gcr und noch wuthcntfachtcr:Krieg, Frieden, bring' ich dir in diesem Raume,Du, jeden Zweifels kühnlichcr Verächter.

Dein sei die Wahl, doch wolle Zögern meidenUnd ohne jeden Aufschub dich entscheiden.

so.

Die Schaar erregt der wilde Blick, das Wort,

Und: Krieg! ertönt ein Schrei nur in der Runde,Sie warten nicht, bis ihr erlauchter Hort;

Und Führer Gottfried Jenem gebe Kunde.

Den Mantel schüttelt nun der Wilde dort:

Krieg, tödtlich böser Krieg sei von der Stunde!So trutzig wild dies Wort er von sich schnaubt.Daß man des Janus Tempel offen glaubt.

oi.

Es war, als brach' aus seines Mantels SchoosDer Tollheit Wuth, der Zwietracht ttngewitter.

Als war' Alccto's Brand, Megära los,

So glüht's in seinen Augen bös und bitter.