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1 (1854)
Entstehung
Seite
46
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Zweiter Vesnng.

« 7 .

Dein Ruhm erreicht den Gipfel. Nun wär's klug.Du stundest ab von zweifelhaften Kriegen;

Es nimmt dein Ruhm dadurch nicht höhcrn Flug,Gewinnst du auch mehr Land in deinen Siegen;

Doch flicht das Glück dich, wic's oft ist voll Trug,Sv würde auch die Ehre dir entfliegen.

Es ist fürwahr ein toll verwegen Spiel,

Für wcn'gcs Schwankes, wagen Sicheres viel.

08 .

Zwar — Manches Rath, der scheel nur immer sieht.Wenn sich dein Reich befestigt nun und dauert.

Daß, wo du gehst, dein siegreich Schwert man flicht.Und jene Willenskraft, so dich durchschaucrt.

Wie sic nur tn erhabnen Herzen glüht.

Daß manch' besiegtes Volk vor dir nun kauert.

Dies hält vielleicht vom Frieden dich zurück.

Wie And'rc locken würde FricdcnSglück;

os.

— Näth zu verfolgen dir des Ruhmes Feld,

Das weit das Schicksal vor dir ausgcbrcitct.

Zu schwingen kühn den Degen als ein Held,

Dcß hohe Kraft zum sichern Siege leitet.

Zu ruhen nicht, bis Mahom's Satzung fällt.

Bis Asien sich als Wüste vor dir spreitet.

O süße Täuschung, süßer Klang dem Ohr —

Doch oft wächst großes Unglück drauS hervor!

70 .

Doch, sci's daß Leidenschaft dein Aug' nicht blende.Noch sich verdunkle deines Geistes Licht,

Sichst du, wohin dein Schwert sich jetzt auch wende,Nur Schrecken vor dir, reiche Hoffnung nicht;