Druckschrift 
1 (1854)
Entstehung
Seite
45
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Zweiter Gesang.

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Was Andre neidisch macht und furchtbeklommen,Macht ihn nicht satt, so oft man's ihm erzählt.

Er liebt den Muth, und will freiwillig wählenZum Freunde dich, muß gleich der Glaube fehlen.

64 .

Aus diesem schönen Grund ist er entschlossen.

Zu bieten dir, was Frieden, Freundschaft beut.Das Band, nun, das euch Beide hält umschlossen.Sei, weil's nicht Glauben heißt, die Biederkeit!Doch, weil er weiß, daß seinen BundesgenossenVom Throne du zu jagen bist bereit.

Will er, eh' andres Nebel sich entzünde.

Daß sich sein Wille erst durch uns- dir künde.

os.

Und dies ist seine Meinung: wirst zufriedenMit dem du sein, was dir dein Schwert gewann.Läßt du Judäa und das Land in Frieden,

Das unter seinem Schutze steht und Bann,Verspricht er: hoher Schuh sei dann beschickenDeinem noch schwanken Reich; und wenn ihr dannVereint seid Beide, wird es je gelingenDen Türken, Persern, sich noch aufzuschwingen?

66 , -

Du thatest Großes, Herr, in kurzer Zeit,

Was in Jahrhunderten nicht wird verwittern;Brachst dir durch fremden, bösen Weg Geleit,Schlugst Heere, machtest Burgen rings erschüttern;So daß die Lande nah, wie fern und weit.

Ob deinem Kriegsruhm staunen und erzittern;Erwirbst du dir auch neues Hcrrscherthum,

Kannst du nicht höher schwingen deinen Ruhm,