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1 (1854)
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Zweiter Wrsnng.

40.

Ich bin Clorinda, spricht sie; wohl zur ZeitDir schon bekannt; mit dir und mit den DeinenWill ich, sür deinen Thron den, Kampf geweiht,

Für unfern Klauben mich zum Schutz vereinen.;Besieht, zu jeder That bin ich bereit,

In Großem furchtlos, achtlos nicht in Kleinem.Sei's nun im Feld in offenem Gefecht,

Sci'S hinter Mauern, alles ist mir recht. —

47 .

Sie schwieg; der König sprach: giebt cS ein Land,Sv fern von Asien, von deS TageS Gange,Glorreiche Maid, wo jemals unbekanntDein herrlich bohcr Nubni nicht hingclange?

Nun, da dein Schwert mit nur sich eng verband.Blüht Trost mir neu, entflieht die Furcht, so bange.Nicht grösire Hoffnung hätt' ich, wenn zur WehrMir nahe Hülfe brächt' ein großes Heer.

Mir scheint, daß Gottfried langsam vorwärts dringe,Mehr als sich ziemt. Du willst Befehl cmpfahn;Doch glaub' ich, würdig ist, daß große DingeUnd Schwieriges von dir nur sei gcthan.

Das Scepter über dies mein Heer drum bringeIch dir nun dar; dir sei c§ untcrthan! —

Er sprach'S. Sic dankt ihm höflich ob dem PreiseUnd nimmt darauf das Wort in solcher Weise:

4 «.

Daß vor dem Dienst man Lohn verlangt, gewißSei etwas Neues, wirst, o Herr, du denken;

Doch deine Güte macht mich kühn. Nur diesVerlang' ich, du sollst mir die Schuld'gen schenken.