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Erster Gesang.
81 .
Doch sic, die Wahrheit stets mit Lug verbindet,
Fama, die Zwischcnträg'rin, geht vorauf;
Daß sich zum Sieg bereits das Heer verbündet.
Und unaufhaltsam schon begann den Lauf,
Wie groß, wober die Schaarcn, wird verkündet.
Der Kühnsten Ruhm und Namen zählt sie auf.
Sie spricht von Siegen, schrecklich anzuschaucn,
Und bringt den Zwingherrn Zions Angst und Krauen.
82 .
Vor einem Uebcl ewig zu erbangen
Ist schlimmer, als das Uebcl selbst sich weist;
An jeder Kunde Hauch muß zweifelnd hangenDas gicr'gc Ohr und lauschen jeder Geist;
Von wirrem Flüstern ist die Stadt befangen,
Das bald von außen, bald von innen kreist.
Doch hegt der greise König Rachgedankcn,
Ist gleich Gefahr ihm nah, sein Herz voll Schwanken.
88 .
Des Königs Nam' ist Aladin; er hütet.
Von Sorg' umdrängt das Reich erst kurze Zeit,
Jetzt ruh'ger zwar, hat er doch einst gcwüthctllnd ist zum Bösen auch noch stets bereit.
Er hört, daß, der dem Frankenheer gebietet.
Die Stadt erstürmen will in kühnem Streit,
Zur alten Furcht kommt neues Unglücksahnen,
Er scheut die Feinde wie die Unterthancn;
84 .
Weil in der Stadt gemischtes Volk sich findet.
Der kleine, schwächrc Theil desselben stehtBei Christi Lehre, die er fromm verkündet.
Der stärkre, größre, glaubt an Mahomet.