Druckschrift 
1 (1854)
Entstehung
Seite
21
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Erster Gesang.

Er spricht es, und der Bot' empfängt beglaubteHandschreiben von Bouillon, nebst hohem Gruß,Mit Urlaub ist er eilig dann geschieden;

Und nun erst athmct Gottfrieds Seele Frieden.

71 .

Am nächsten Morgen, als die Sonn' entglommenUnd durch das Aufgangsthor die Strahlen streut.Wird Trommeln- und Drommetcnklang vernommen.Und jeder Krieger zeigt sich marschbereit.

Im Sommer ist kein Donner so willkommen.

Der durst'gcm Volk des Regens Hoffnung beut.

Wie jene stolzen kriegerischen Klänge

Das Herz crfreu'n der kühnen, muth'gcn Menge.

72 .

Gehüllt die Glieder in des Stahles Rinde,

Wird Jeder, von des Eifers Glutb entfacht.

Und, wo er weiß, daß er den Führer finde.

Da geht er hin in voller Waffentracht.

Frei weht ein jedes Banner in dem Winde;

Vereint, geordnet ist die Hcercsmacht,

Und triumphirend ragt aus dem GewimmelDes Kreuzes Bild im Hauptpanicr zum Himmel.

78 .

Indessen wirst in ihrem Auswärtszieher!

Vom Himmelszelt die Sonne stärkres LichtSchon auf die Waffen, und entlockt ein GlühenDeni Hellen Stahl; das Nug' erträgt cs nicht.

Es scheinen Funken durch die Lust zu sprühen,Sie glänzt als wenn ein Brand in's Auge bricht;Der Rosse Wiehern und der Waffen KlirrenErdröhnt im Feld und läßt die Ohren schwirren.