Erster Gesang.
40 .
Als Persiens Volk in schwerer NiederlageErlag einstmals des Frankenheeres Wucht,
Und Tancrcd müd' —> sv meldet uns die Tage —
Weil er zu schnell versalzt der Feinde Flucht,
Dem matten Körper eine weiche Lage,
Den durst'gen Lippen eine Labung sucht',
Da zeigt sich eine Quelle rein und kühle,
Umgeben van des Rasens üpp'gcm Pfühle,
47 .
Als mit entblößtem Antlitz, sanft vallkvmmenGewaffnet, eine Jungfrau var ihm stand.
Zu gleichem Zweck war sicher hergekammenDie schöne Heidin nach der Quelle Rand.
Er sah sic, staunte, und war schnell entglommen.
Van ihrer Schönheit Zauber ganz entbrannt.
O Wunder! Amor, kaum gebaren, fliegetSa mächtig schon einher, und bat gesiegct.
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Sie schließt den Helm, und kämen nicht die bravenGenossen Tancreds, sie bekämpft' ihn wild.
Es weicht das stolze Weib van ihrem Sclavcn,
Denn Flucht scheint einzig jetzt ihr Schirm und Schild.Dach in dem Herzen sein wird nimmer schlafenIhr bcrrlichschöncs kriegerisches Bild;
Es ist ihm, wo er geht, stets in Gedanken,
Ta schürt er seine Gluthcn sonder Schranken.
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Wer tiefer blickt, der könnt' an ihm wähl schauen:
Der brennt in Llebesgluth, an Hoffnung arm;
Sa geht er seufzend hin, gesenkt die BrauenZur Erde blickend und erfüllt van Harm! —