4
Erster Gesang.
11.
Nachdem der Herr das Denken, wie das FehlenIn den und jenen Herzen nun erspäht.
Ruft er aus Himmclsglorien Gadriclcn,
Der bei den Ersten dort als Zweiter steht,lind zwischen Gott und den getreusten SeelenAis froher Bot' und treuer Dolmetsch geht;
Er trägt Befehle von dem Himmel nieder.
Der Sterblichen Gebet zum Himmel wieder.
12.
Gott spricht zum Boten: Gottfried geh' entgegen,In meinem Namen frag': was hält er ein?Warum will man nicht wieder Krieg erregen,Jerusalem aus Ketten zu befrei'»?
Zum Rath ruf' er die Herrn, er soll die TrägenFür's Werk begeistern! er soll Führer sein!
Ich wähl' ihn hier, die werden's auf der Erde,Das;, wer Genoss' ihm war, sein Diener werde.
Er sprach's, der Engel gürtet ohne WeileSich, zu vollbringen, was der Herr gemeint,
Umhüllt mit Lust die unsichtbaren Theile,
Daß sichtbar er dem ird'schcn Sinn erscheint.
Und von Gestalt ein Mensch, hat er in EileMit ird'schcr Schönheit himmlische vereint;
Ein Jüngling in der Kindheit frischem Glanze,
Um's blonde Haar den Schmuck von; Strahlenkränze.
Der Himmclsbotc nimmt die weißen Schwingen,
Die unermeßlichen mit goldnem Rand,
Die schnell und leicht durch Wind und Dunst ihn bringe».Wo er erhaben schwebt ob Meer und Land.