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treffliche Pfarrer Bawier daselbst, durch seine Deportation»«reden bekannt, stnd von der großen Regel freilich Ausnahmen,
Als der einzige Gelehrte seines Dorfes sucht jedoch mancherehrliche Pfarrer in der Einsamkeit diese» Nus und Namen aufirgend eine Weise zu rechtfertigen. Er widmet sich daher zuweilenWissenschaften, welche, so wenig Verwandtschaft sie immerhin auchmit seinen alltäglichen Geschäften haben, ihm im Kreise seinerBekannten und Pfarrkindcr den Glanz seltener Gelahrtheit um somehr erwerben, je minder einer derselben seine Stärke zn beur-theilen vermag.— Die orientalischen Sprachen zum Beispiel, ansderen Kunde zuletzt den Hirten Rhäticns wenig Heil erwächst,haben besonders viel Verehrer. Einst verließ ein gutmüthiger,braver Pfarrer das hohe Gebirg, wo in rauher Flur sein armesDorf gelegen war, um meine Meinung über die rechte Aussprachedes hebräischen zu vernehmen.
Wenn Bünden früher einige gemeinnützige Anstalten zur Be-förderung der Wissenschaften gehabt hätte, sie würden die bestenWirkungen gezeugt haben. Wo macht man auch sonst beschwerlicheGebirgsreisen wegen des hebräischen äjin? — Aber es schließenAndere in ihrer Einsamkeit Freundschaft mit Spinnen und Mäusen.
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Wenn zuletzt die größere Zahl frommer Geistlichen mehr imstillen Vertrauen ans Eingebungen des heiligen Geistes, als imstolzen Dünkel ans eigene Kraft und weltliche Weisheit, die schwereBürde des priesterlichen Amtes übernehmen muß, so darf Jedermit Recht erwarten, daß die wissenschaftliche Bildung des Volksnicht vorzugsweise glänzend sei.
Wirklich lebt das Hirtenvolk der rhätischen Alpen in ange-