Versicherung der Kenner, in den Splügner'Bergen; nicht dervernachlässigten Silbergruben, an verschiedenen Orten, von denenich mich der am rothen Horn bei Erosen an den Grenzen desSchalfiks erinnere, welche ehemals mit reichem Gewinn von PlurserKaufleuten bearbeitet worden, und der Silbcrmincn von Schams,von welchen die Freiherren von Haldenstein beträchtliche Ausbeutezogen, wie die ungeheure Menge Münzen bezeugt, welche sie ausden gewonnenen Silberstangen schlagen ließen. — Man verzeihteinem Hirtenvolke die Verachtung des Goldes und Silbers, wennnur Brod und Eisen seine Forderung sind. — Aber auch desEisens hat Bünden nicht genug, und muß cS dem Auslande zah-len, während seine eigenen Gebirge daran nicht arm sind. DieEisenbcrgwcrke vom Tyale Fcrrera tragen noch heutiges Tagesden Besitzern guten Gewinn. Das Erz wird auf dem Vorder-Ferrera gegraben und im Thale geschmolzen. Auf dem Hinter-Ferrera entdeckt man Silbererz. Die ganze Bergkette des Scham-serthales enthält Schätze von Mineralien. Der Kaniküll hatergiebige Eisengruben, desgleichen der Finel, wo man auch Spieß-glas antrifft. Der Annaberg gibt Blei und Kupfer. DerSplügen zeigt, außer seinem Gipsberg, Spicßglas- und Kupfer-Erz, weiße und dunkle Kristallen. Au den Quellen des Rheinsfindet man in weißem Gestein Gold- und Silber-Talk, und blei-farbigen Talk-Glimmer. Auf den Höhen von Bergün und Fili-sur kannte man sonst reichhaltige Silbcrminen. Weit umher fin-den sich mancherlei Farbenerden, Serpentinsteine, Spuren vonSteinkohlen; selten aber Kunstfleiß für sie, oder ein wagenderUnternehmer?)
Der Staat an sich, o^er die Negierung, war immer zu arm,Anlagen, zu machen. Privatpersonen wagten, nicht ohne Gefahr,
Erst seit 1814 hat man mehrere Bergwerke begonnen.