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Im englischen Geschmack. Hinter einem Hügel am Gebirge zeigtsich ein halb verstecktes Dorschen. Es ist Damins. Seine Kirchestrahlt von der Höhe des Hügels über das Thalgelände. In derFerne, zwischen langen GcbirgSreihcn, verlieren sich Berg' undHimmel mit bläulichem Duft.
Die Schweizerlandschaften, mit Ausnahme der Sccgegenden,gewinnen den Bündner Thälern den Preis der Schönheit nichtab. — Hier arbeitete die Natur im erhabenem Style.
Erschütternd vor Allem ist der Blick von der Spitze des Ka-la nda-Gebirgs, beim Schlosse Reichenau, über das wunderbareChaos. — Weit umher ein Heer von zusammenstoßende» Felsen-thürmen, die in schwächer» Farben am fernen Horizonte verrinnen.Kahle Fluren, an denen kein Strauch keimen, und woran die müdeNatur selbst keinen Grashalm mehr hängen mag — Einöden zwi-schen den Felspyramiden auf den höchsten Bergrücken, wo nie derFuß eines Sterblichen hintrat, und Adler und Geier nicht weilenmögen. Nichts Lebendes in der Höhe, nichts Reges und Lautes,als der rinnende Glctscherbach, der aus seinen Eisgewölben überAbgründen und durch Felsentrümmer taumelt; oder die stäubendeLauwine, die, beschneiten Firsten entschlüpfend, ihren Donner dröh-nend durchs Labyrinth der GebirgSkammern wälzt; oder gährendeWolken, welche in geheimer Oekonomie bald zusammenziehen, baldaus einander jagen, und die Brust der Berge umwickeln, deren be-sonntes Haupt darüber wie ein Land im Himmel glänzt. — Und tieferunter den höchsten Gipfeln die grünen Alpengefilde, mit weiden-den Heerde», einsamen Hirten und Hütten, wo Alles in patriarcha-lischer Einfalt wohnt, wo keine Ahnung herrscht von den uner-meßlichen Fortschritten des menschlichen Geistes, von dem ver-feinerten Genuß des Lebens und den Gräueln der gereizten Leiden-schaften. Drunten in'ferner Vertiefung halbverschattet von krausenGebüschen freundliche Dörfer; zwischen Kunstgärten und Weinhügeln