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Kriege das Land selbst auf, sich zu vertheidlgen, weil die stehendenHeere nicht hinreichen. Man scheidet die Bewohner der Reiche inunverwischbare Kasten, wie Hindus, in hohe» Adel, niedern Adel,Bürgcrstand und Bauer». Schwierig ist's, von einer Kaste in dieandere überzugehen. Heirathcn aus der eine» in die andere sindfür die höhere entehrend. Jede hat ihren bleibenden Gcschäftskreis.Dem hohen Adel gehören die höchsten weltlichen und kirchlichen,dem niedern die untern Stellen; Bürger» und Bauern bleiben diegeringern Aemter, Gewerbe, und allenfalls Betrieb von Künstenund Wissenschaften. Dennoch fordert man Eintracht und Gemeinstnn.
Der nordamerikanische Bürger, steht er auf europäischem Bo-den, fühlt sich wegen dessen, was er hat und ist und spricht undals Christ glaubt, in peinlicher Beklemmung. Denn Alles ist vor-geschrieben, abgemessen, zugewogen, geregelt, wie in China. Manweiß nicht immer, wenn inan fehlt! Denn in manchen Ländernfind so zahllose Gesetze und Verordnungen, daß selbst die, welchefie gaben, oder vollziehen sollen, nicht alle kennen; geschweige die,welche gehorchen müssen. Ich übertreibe nichts. Hören Sie dasZeugniß der bei uns einwandcrnden Europäer. Jeder wird vonseinem Gcburtslande Unglaubliches melden.
Noch habe ich nichts vom enropäischen Religionszwang ge-sprochen. Bei uns bekennt sich jeder ungehindert zu dem Glauben,welchen er für wahr, oder seinem Gcmüthe entsprechend, hält.In Europa ist dies verboten. Bei uns vereinigen sich die Glau-bensgenossen jeder Art für ihre Kirche; fie ernennen ihre Lehrer.In Europa wird ihnen gegeben. Die katholische und protestantischeKirche liegen noch allezeit im heimlichen Streit mit einander. Diekatholischen Fürsten streben nur schüchtern nach größerer Unabhän-gigkeit vom Papst. Dieser sagte in einer Bulle vom Jahre 1809unverhohlen: Mögen die Fürsten endlich einschen, daß sie unsererHerrschaft und unserm Throne unterworfen find durch das Gesetz