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jedes Amtes verlustig macht, wird dort noch Ehrensache genannt.Selbst die Gelehrten, die Dichter, die Geschichtschreiber, meistensvom Ruß ihres Zeitalters geschwärzt, schildern die Kriegsthatenihrer Nation glänzender als Alles, als wäre der Ruhm des Zer-störens dem des ErbauenS vorzuziehen.
Wirklich haben die Fürsten in jenem Welttheil nöthig, dasmeiste Gewicht auf den Krieg zu legen, und selbst den Friedennur wegen des Krieges zu schätzen. Denn bei der in Europa herr-schenden Verwirrung oder Verkehrtheit der Begriffe, wo das Natür-liche und Gerechte Träumerei nnd Hirngespinnst heißt, und dasNaturwidrigste durch Herkommen gesegnet und geadelt wird, mußauch nicht Frieden, sondern Krieg der herrschende Zustand sein.Wie wäre es anders möglich? Alles Naturwidrige ist ja immerEmpörung wider sich selbst; muß ja ewigen Zwiespalt im Innernder Reiche, und der Staaten gegen Staaten zur Folge haben.Diese ewigen Kriege tragen nicht wenig zur Beförderung der Län-derschulden, Auflagen und Auswanderungen bei; »nd dem Elendeder Europäer ist kein Ende abznsehcn, weil jedes Ereigniß sie inneue Spannungen setzt nnd jeder Friedensschlnß den Zunder fürneue Kricgssiammen gibt.
Die vornehmsten Mächte Europa's sind England und Ruß-land; England, weil es den meisten Ncichthum, Rußland, weiles den wenigsten, aber dagegen Krieger hat, die auf den Winkgehen nnd nicht kostspielig sind. Beide Mächte werden, was siefind, auch am längsten bleiben, aus dem einfachen Grunde, weilEngland durch den Ozean und seine Flotten, Rußland durch dasrauhe Klima und seine Wüsten geschützt ist. Diese Vortheile hatkein anderes Land. Daher vermochte selbst der AllesbezwingerNapoleon nichts gegen Großbritannien, und ging es ihm bei Mos-kau, wie seinem Vorgänger Karl xii. aus Schweden bei Pult awa.Nur wer stark und dabei unangreifbar ist, mag unüberwindlich