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günstigter Einzelnen, zu Gunsten einer ganzen Nation, ab, weilman endlich begriff, einem Volke von achtundzwanzig MillionenMenschen gebühren wohl dieselben Rechte, wie einzelnen seinerGlieder, die sich ihrer Vorrechte znm Schaden von achtundzwanzigMillionen erfreuten. Damit empfingen folglich alle Franzosen einer-lei Recht vor Gericht, vor dem Thron, zu den Aemtcr» und imHeere; einerlei Verpflichtung zu den Staatsbedürfnissen und zurVerthcidigung des Reichs. Und weil auf diese Weise alle Fran-zosen ein Vaterland hatten, indem der Unterschied von Schooß-kindern und Stiefkindern desselben verschwunden war, hatten siealle gegen auswärtige Feinde auch etwas mehr zu vertheidigen,als eine Ministerialgrille. Darum fochten sie mit jener unbezwing-baren Begeisterung, die man nicht bei den Andern durch den hohlenNamen des Ruhms, durch Ordensbänder, durch Branntewein, durchStockschläge erkünsteln konnte. Darum hatten sie an der Spitzeihrer Brigaden und Kriegshcere nicht die altadclichsten, aber dietapfersten und geistreichsten Heerführer; in ihrer Staatsverwaltungdie feinsten und kenntnißvollstcn Beamten, weil Kenntniß, Verdienstund Talent nur, aber nicht Stammbaum und Ancicnnctät, zu denwichtigsten Geschäften brauchbar machten. Diese vortrefflichen Geistervervollkommncten natürlich, was sic berührten, und schufen ihrerNation jene Ucberlegenheit, welche der Klügere allezeit über denMinderungen zu haben Pflegt.
Die meisten andern Länder des Welttheils dagegen blieben demHerkömmlichen getreu. Sie gedachten dessen, was ihre Väter ge-wesen, nicht was sie sein sollten. Der Traum von einer glänzendenVergangenheit ist oft der gefährlichste eines Staatsmannes undeines Volkes. Es blieben die Nationen ohne wahre Begeisterungzum Kampf; die Ministerien voller Männer, wie sie Geburt undZufall gemacht hatte; die Heere von Feldherren geführt, die durchZsch. Ges. Schr. 33. Thl. 9*