Druckschrift 
33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
Entstehung
Seite
200
Einzelbild herunterladen
 

200

war groß; die Rettung der Kolonie von den Räuberbanden Br es-se« u's und den drohenden Gräueln der Neger schon so gut alsentschieden.

Wirklich drang panisches Schrecken in die Guadeloupcsen. Siemußten besorgen, daß ihre Fahrzeuge von den Fregatten zerstörtoder aufgefangen, und ihnen wohl gar die Entführung der Beuteoder eigene Flucht unmöglich werde. Eilfertig und still schiffte sichdaher Bresseau mit dem größten Theil seines Volks und Raubesin der Nacht vom 22. zum 23. Herbstmonat zu St. Michel ein,und da die dreizehn- Fahrzeuge nicht Raum genug boten, alleMannschaft zu fassen, ließ er einen Theil derselben, die er aufVorposten gestellt hatte, im Stich. So groß war Verwirrung undAngst unter den Leuten, die, Einer über den Andern, zu denFahrzeugen drängten, daß sie unter einander schlugen und rauften,die ersten auf den Schiffen zu sein. Zu Piscaderos, wohin sieauch ein paar Fahrzeuge zur Fortbringnng der Beute geschickt hat-ten, schossen sogar die hintersten ihrer Soldaten selber ans diedavon eilenden vorder». Ein Theil der Zurückgebliebenen suchtesich auf Canots, die sie am Ufer fanden, nach Coro zu den Kü-sten des festen Landes zu retten. Einige gingen in den Wellen desMeeres unter, andere ergaben sich kriegsgefangen.

So endete das ruchlose Beginnen der Franzosen von Guade-loupe. Am 12. Weinmonat kamen die britische Fregatte Melea-ger und die Korvetten Nimrod und la Legere an, welche acht-zig Seesoldatcn mit ihren Offizieren brachten. Nach und nachtrafen auch die Fregatten Dccadc, Diana und Crescent ein,und am 17. ward die Kolonie, laut Uebereinkunft mit dem Kapi-tän Watkins, förmlich übergeben, die batavische Flagge abgc-nommen, die britische aufgepflanzt. Wenige Tage später erschiender Vizeadmiral Lord Hug Seymour auf der Fregatte Amphion.